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Alb-Donau-Kreis: GISterm Web bringt Geodaten zu neuen Anwendergruppen im Landratsamt

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10. Juni 2008

Gut vorbereitet startet im Landratsamt des Alb-Donau-Kreises die Einführung von GISterm Web als ämterübergreifendes Auskunftssystem für Geodaten. Schulungen der Mitarbeiter, Ansprechpartner in jedem Fachbereich und eine geplante „Geothek“, die im Intranet ausführlich über den Umgang mit Geodaten informiert, sollen die neuen Geodaten-Anwender in der Verwaltung unterstützen.

Auf rund 400 Arbeitsplätzen aus allen Fachbehörden könnten die Mitarbeiter im Landratsamt des Alb-Donau-Kreises in Ulm theoretisch künftig Geodaten selbstständig recherchieren und visualisieren. Praktisch gehen die Verantwortlichen aber behutsam vor und planen, potenzielle Anwender aus den Fachämtern schrittweise an die Nutzung von Geodaten heranzuführen.

Mit GISterm Web von disy hat man dafür zunächst die technischen Voraussetzungen geschaffen. Die Software ist die webbasierte GIS-Komponente des Berichts- und Auskunftssystems disy Cadenza, mit dem die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) die Geo- und Sachdaten des landesweiten Räumlichen Informations- und Planungssystems (RIPS) verwaltet. Die darin von der LUBW ursprünglich rein für die Umweltverwaltung gepflegten Geofach- und Basisdaten stehen aufgrund der neuen, überarbeiteten RIPS-Konzeption und abgestimmt mit dem Landesvermessungsamt auch für Aufgaben außerhalb der Umweltverwaltung zur Verfügung. Jeder Landkreis erhält aus RIPS regelmäßig aktuelle (Geo-)Daten seines Gebietes. Er kann diese aktualisieren, mit eigenen Daten anreichern und thematisch aufbereitet jeder Sachbearbeiterin und jedem Sachbearbeiter zugänglich machen. Über eine Generalvereinbarung mit den Landkreisen und der Vermessungsverwaltung stehen dem Alb-Donau-Kreis auch die vor allem benötigten Geobasisdaten des Landesvermessungsamtes zur Verfügung, die mit GISterm Web zugänglich gemacht werden.

Bei der Wahl der erforderlichen Software-Werkzeuge haben die Landkreise die freie Wahl auf dem Markt. Ein Rahmenvertrag zwischen LUBW und disy ermöglicht es ihnen aber, GISterm Web ohne zusätzliche Lizenzkosten zu nutzen.

Für dieses Angebot hat sich als einer von bislang fünf Landkreisen in Baden-Württemberg Ende vorigen Jahres auch der Alb-Donau-Kreis entschieden. Matthias Frank als GIS-Koordinator des Landratsamtes hat derzeit vor allem die Aufgabe, die neuen Möglichkeiten, Geodaten direkt und selbstständig am Arbeitsplatz zu nutzen, in den Fachbehörden des Landratsamtes bekannt zu machen. So wurden die so genannten IuK-Koordinatoren der rund 20 Fachdienste im Landratsamt umfassend informiert und stehen in ihrem jeweiligen Gebiet als Ansprechpartner der Sachbearbeiter zur Verfügung.

Zusätzlich arbeiten Frank und seine Kollegen an einer „Geothek“ im Intranet des Landratsamtes. Dort sollen neue Anwender allgemeine Informationen über das Prinzip eines GIS und den Mehrwert von Geodaten in zahlreichen Anwendungsgebieten vom Naturschutz bis zur Schulwegplanung nachlesen können. Parallel zu der internen Informationskampagne sollen schließlich die Arbeitsplätze sukzessive den Zugriff auf die Daten erhalten. „So können wir auch die Belastung des GISterm-Web-Servers nach und nach erhöhen“, erläutert Frank.

Im Zuge der Ausweitung des Geodatenzugriffs mittels der webbasierten Auskunftskomponente GISterm Web müssen allerdings auch einige Mitarbeiter auf ihre bisherige individuelle Desktop-GIS-Lösung verzichten. Die hatten sie nur erhalten, weil bislang keine ämterübergreifende Auskunftslösung existierte, jedoch nie alle Funktionen benötigt. Aber auch dabei wird man behutsam vorgehen. „Niemand soll sich durch die neue Lösung zurückgestuft fühlen“, versichert Frank.


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