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Wasserbuch als Intranetlösung: Niedersächsische Wasserbehörden für disy Cadenza geschult

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10. Juni 2008

Über 100 Mitarbeiter der unteren Wasserbehörden in den Landkreisen, kreisfreien und großen selbständigen Städten Niedersachsens wurden seit Jahresbeginn im Umgang mit einem neuen digitalen Wasserbuchverfahren geschult. Es steht als webbasierte Lösung flächendeckend im Behördenintranet des Landes zur Verfügung und wurde auf der Basis der Software disy Cadenza realisiert.

„Wir bemerken jetzt die ersten Einträge der unteren Wasserbehörden in die zentrale Datenbank und gehen davon aus, dass die Nutzung des elektronischen Wasserbuches sukzessive steigt“, zeigt sich Ute Brase vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz optimistisch. Die Ingenieurin im Referat 23 (Grundwasser, Wasserversorgung, Datenmanagement) des Ministeriums hat die Einführung der neu entwickelten Anwendung „Wasserbuch- und Wasserentnahmeprogramm Niedersachsen (WBE)“ beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) verantwortlich begleitet.

WBE konnte von disy auf der Basis eigener Software-Technologie im Produkt disy Cadenza schnell als webbasierte Fachanwendung realisiert werden. disy Cadenza liefert, vergleichbar einem Baukasten, zahlreiche Basisfunktionen einer Fachanwendung bereits als fertige Software-Module. Dazu gehören zum Beispiel Selektionswerkzeuge, Tabellendarstellungen, Reportgenerierung, aber auch die Funktionen eines Geoinformationssystems (GIS). Realisiert wurden in Niedersachsen darüber hinaus komplexere Anwendungen wie beispielsweise die automatische Berechnung der Wasserentnahmegebühr (WEG) als direkte Folge entsprechender Eintragungen zu Ort, Menge und Zweck der Wasserentnahme, beispielsweise als Kühlwasser für einen Industriebetrieb.

Die neue Lösung wurde im Zuge der Novellierung des Landeswassergesetzes eingeführt. Bislang war der NLWKN zentral und allein für die Pflege der landesweiten Wasserbuchdaten zuständig, jetzt obliegt mit wenigen Ausnahmen die Datenpflege den unteren Wasserbehörden in den Landkreisen und Städten. Der Landesbetrieb sorgt aber weiterhin für eine zentrale Datenbank für das gesamte Bundesland. Mit der von disy realisierten Intranet-Anwendung haben jetzt die daran geschulten Mitarbeitern der unteren Wasserbehörden direkt an ihrem Arbeitsplatz Zugriff auf alle notwendigen Werkzeuge und Daten.

Die unteren Wasserbehörden haben somit die Möglichkeit, in ihrem Zuständigkeitsbereich alle notwendigen Eintragungen ins Wasserbuch selbstständig vorzunehmen. In einem weiteren Schritt ist geplant,  dass sie die Daten anderer Landkreise einsehen und für gebietsübergreifende Auswertungen verwenden können. Dank der zentralen Datenhaltung stehen beispielsweise Wasserentnahmemengen in einem naturgemäß die Kreis- und Stadtgrenzen überschreitenden Grundwasserkörper unmittelbar nach ihrem Eintrag dem NLWKN bereits landesweit zur Verfügung. „Die unteren Wasserbehörden und das Land haben damit auch ein Instrument, mit dem sich Berichtspflichten aus der EU-Wasserrahmenrichtlinie erfüllen lassen“, beschreibt Brase den Nutzen.

Zugleich zieht die auf disy Cadenza basierende Lösung in den Kreisen keine Folgekosten nach sich. Für den Zugriff wird neben dem Anschluss an das Landes-Intranet lediglich ein Standard-Webbrowser benötigt.


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