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disy forscht: EGIFF - Frühwarnsystem im Erdmanagement

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19. Dezember 2007

Gemeinsam mit vier Partnern entwickelt disy im Rahmen des Verbundvorhabens EGIFF ein Informationssystem zur Früherkennung von Massenbewegungen am Beispiel alpiner Hangrutschungen. Einer der Schwerpunkte ist die Datenanalyse einschließlich Informationsaufbereitung, ein besonders kritischer Faktor in der Frühwarnkette. Er wird von disy und dem FZI umgesetzt.

Ziel des Verbundes ist die Entwicklung und Verbesserung der einzelnen Komponenten einer Frühwarnkette, von der Erfassung und Verarbeitung der Daten bis hin zur Risikobewertung und Entscheidungsunterstützung.

Universität Osnabrück

Sie ist für die Entwicklung einer 3D/4D-Geodatenbank zuständig. Im Rahmen des Teilprojektes ist die Konzeption, Implementierung und Evaluierung von Datenmodellen geplant, die sowohl die Visualisierung und Verwaltung von geologischen Objekten als 3D-Körper als auch die Verwaltung von Parametern, die für die geotechnische Bewertung von Massenbewegungen benötigt werden, vornehmen können. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung geometrisch/topologischer und zeitabhängiger Datenbankoperationen, die z. B. für die Erstellung von Profilschnitten aus Blockmodellen genutzt werden können. Gemeinsam mit der Universität der Bundeswehr ist die Universität Osnabrück für den Entwurf der Systemarchitektur verantwortlich.

FZI Karlsruhe, Universität Karlsruhe, disy Informationssysteme GmbH

Sie arbeiten an einem gemeinsamen Teilprojekt, das sich mit den Eingangsdaten für das geplante Informationssystem befasst. Ziel des Teilprojektes ist es, strukturierte (Messdaten) und unstrukturierte (Meldungen von Fachleuten/Laien) Daten zusammenzuführen, zu analysieren und zu bewerten. Ferner soll untersucht werden, welche Karten-Signaturen sich besonders gut für die Darstellung von potenziellen bzw. aktuellen Gefahrensituationen eignen. Hierbei sollen z. B. Methoden der Textanalyse zur automatischen Extraktion frühwarnrelevanter Informationen aus Freitextmeldungen angewendet werden. Weiterhin ist geplant, Verfahren zur automatischen Datenanalyse und des Data Mining auf geowissenschaftliche Anwendungen zu übertragen sowie neue Methoden zur kombinierten Analyse strukturierter und unstrukturierter Informationen zu entwickeln. Auch die anwendungsfreundliche Gestaltung von Benutzeroberflächen für komplexe Datenanalysen gehört zum Aufgabenbereich des Teilprojekts. Über statistische und/oder neuronale Verfahren sollen großräumige Gefahrenkarten berechnet werden, die in Relation zu den verwendeten Basisinformationen eine Aussage über das Gefahrenpotenzial geben können.

Universität der Bundeswehr

Sie wird die Systemarchitektur entwerfen sowie ein Simulationssystem mit einem geographischen Informationssystem (GIS) koppeln. Dieses System soll mit der geplanten Geodatenbank der Universität Osnabrück und dem Textanalysesystem der Karlsruher Gruppe verbunden werden. Mit Hilfe des im Rahmen des Vorhabens entwickelten numerischen Simulationsalgorithmus wird es möglich sein, basierend auf Geländedaten und fiktiven exogenen Szenarien Aussagen über die Stabilität eines Hanges sowie sein zukünftiges Systemverhalten zu treffen und damit potenzielle Schadensszenarien zu analysieren. Das Vorhaben wird von zwei Instituten der Universität bearbeitet. Während die Arbeitsgemeinschaft Geoinformationssysteme (AGIS) des Instituts für Geoinformation und Landmanagement die Modellierungen sowie die Kopplung des GIS mit dem Simulationssystem bearbeitet, wird das Institut für Bodenmechanik und Grundbau die geotechnische Bewertung von Massenbewegungen vornehmen.


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