Der „Facharbeitsplatz Komplexe Informationsrecherche“ (FAKIR) ist eine neue Komponente im Data Warehouse Wasser (DWW), mit der Mitarbeiter der Bayerischen Wasserwirtschaftsverwaltung Sach- und Geodaten aus verschiedenen Fachbereichen einfach recherchieren, auswerten und präsentieren können. FAKIR ist ein weiterer Schritt zur Vergrößerung des Nutzerkreises des DWW, das innerhalb des Informationssystems INFO-Was eine umfangreiche Sammlung wasserwirtschaftlicher Daten zur Lösung von fachübergreifenden Fragestellungen bereithält.
Seit Juli 2006 ist FAKIR im Einsatz. Seit diesem Zeitpunkt wurden ca. 60 Anwender geschult, und die Anwendung wird täglich von ca. 5 bis 10 Usern genutzt. Vor der Einführung wurden mit den Fachsystemen des Info-Was hauptsächlich Daten erfasst. Diese können jetzt auch ausgewertet und präsentiert werden. FAKIR löst beispielsweise Aufgaben, bei denen Wasserschutzgebiete visualisiert werden müssen, aber auch die Qualitätssicherung der erfassten Daten durch die Überprüfung von Koordinateneinträgen löst die neue Komponente schnell und einfach.
Der hauptsächliche Nutzerkreis besteht zurzeit aus den Behörden der Wasserwirtschaftsverwaltung, d. h. aus 17 Wasserwirtschaftsämtern mit ihren verschiedenen Dienststellen, aus den Regierungen (7 Regierungsbezirke), aus dem StMUGV (Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz) sowie aus den Fachabteilungen des Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU).
Technologische Basis des Werkzeuges ist die Software disy Cadenza Professional, die auf eine Oracle-Datenbank mit Spatial- bzw. ArcSDE-Erweiterung zugreift.
Das übergeordnete Ziel des Facharbeitsplatzes ist vor allem der einfache, performante und fachübergreifende Datenzugriff auf Objekte aus den verschiedenen Fachbereichen. Neben der Wasserwirtschaft wird das zukünftig auch die Bereiche Umwelt und Geologie betreffen. Somit können auch neue Fachbereiche sowohl Daten einstellen als auch die Funktionalitäten des FAKIR nutzen.
Die Herausforderungen der Zukunft sind sowohl im technischen als auch im fachlichen Bereich zu sehen: Zum einen werden die zu integrierenden Datenmengen immer größer, d. h. die Datenmodellierung und Anwendungsentwicklung immer komplexer. Zum anderen gewinnt eine zentrale fachliche Koordinierung stärker an Bedeutung. Eine standardisierte Dokumentation in Form von Metadaten ist dabei dringend erforderlich.
- Links:
- www.lfu.bayern.de
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