Die etablierten Skriptsprachen wie Perl, PHP, Python und Ruby haben Konkurrenz bekommen: Groovy ist in Java implementiert und kann mit der Virtual Machine (VM) ausgeführt werden. Zudem ist es möglich, aus einem Groovy-Skript Java-Code aufzurufen und umgekehrt. Von den Groovy-Schnittstellen, die in disy Cadenza und GISterm integriert sind, haben Sie als Anwender viele Vorteile.
JavaScript, Perl, PHP, Ruby, Groovy: All dies sind Skriptsprachen, die einen leichtgewichtigen und dynamischen Ansatz verfolgen. Das heißt, der Programmcode muss nicht wie bei herkömmlichen Programmiersprachen von einem Compiler übersetzt werden, sondern er wird erst zur Laufzeit ausgewertet und ausgeführt. Compilersprachen wie z. B. Java oder die C-Sprachen punkten mit schnellerer Programmausführung und integrierter Qualitätssicherung, während Skriptsprachen Vorteile bei Flexibilität und Verständlichkeit aufweisen.
Seit der neuen Version 6 bietet Java eine verbesserte Integration von Skriptsprachen. Da Java-Anwendungen mit diesen Sprachen kombiniert werden können, kann man von den Vorteilen beider Sprachen profitieren.
Groovy-Skripten steht dabei der volle Funktionsumfang von Java zur Verfügung. Angereichert mit den besonderen Fähigkeiten von Groovy selbst entsteht eine sehr agile und mächtige Sprache. Beispielsweise kann Quelltext, der in Java mehrere Zeilen umfasst, in Groovy häufig mit einer einzigen Programmzeile nachgebildet werden.
Nicht umsonst wurde Groovy im Mai 2007 mit dem JAX Innovation Award für den besten Beitrag zur Java-Sprachwelt ausgezeichnet: Groovy profitiert vom riesigen Funktionsumfang und der Performance von Java, und Java gewinnt durch die Kompaktheit und Lesbarkeit von Groovy.
„Da unsere Produkte alle zu 100 Prozent in Java geschrieben sind, war es für uns ein logischer Schritt, auf diese innovative und mächtige Technologie zu setzen. Unsere Anwender werden sich sicher sehr gut mit Groovy anfreunden - selbst wer kein Java-Experte ist, kann so leicht auf den existierenden Funktionsumfang von GISterm und weiteren Java-APIs wie zum Beispiel JTS zugreifen“, schwärmt Markus Gebhard, Teamleiter und Softwareentwickler bei disy, vom Einsatz der neuen Sprache. „Diese Vorteile wollen wir nun auch unseren Kunden zur Verfügung stellen, indem wir für unsere Anwendungen an immer mehr Stellen wohldefinierte Schnittstellen zur Verfügung stellen. Dadurch können die Anwender unsere bestehenden Produkte selbst mit Groovy-Skripten anreichern und den bestehenden Funktionsumfang um ihre eigenen fachspezifischen Funktionen erweitern“, erklärt Gebhard.
Diese anwenderspezifischen Skripte können in Cadenza oder GISterm eingebunden werden. Kunden können die bestehende Applikation nach ihren eigenen Vorstellungen und Anforderungen erweitern und erhalten so ein individuelles Produkt.
„Wir sind sehr zuversichtlich, was die Akzeptanz von Groovy angeht. Java ist eine etablierte Programmiersprache, die sich auch im GIS-Umfeld immer weiter durchsetzt. Und mit Groovy wird der Einstieg in die Java-Welt – vor allem für Nicht-Experten – sehr einfach“, führt Gebhard abschließend aus.
Groovy bei disy: eine Übersicht
GIS-Skripting
• Erweitern Sie GISterm um neue Menüpunkte.
• Definieren Sie Wertelisten für Attribute oder ermitteln Sie sie aus Ihrer Datenbank.
• Validieren Sie Attributwerte anhand beliebiger Kriterien.
Report-Skripting
• Erzeugen Sie Diagramme aus Ihren Daten und fügen Sie sie in Reports ein.
• Führen Sie während der Report-Erzeugung beliebige Informationssichten aus, um die Ergebnisse in Reports einzubinden.
Möchten Sie mehr über Groovy erfahren? Dann schicken Sie Ihr Feedback an: newsletter(at)disy.net
- Links:
- c't 10/08, S. 163
- jax-award.de/jax_award/gewinner_eng.php
- www.giswiki.org/wiki/Java_Topology_Suite



