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Umweltportal Deutschland wird zur Datendrehscheibe

26. Februar 2009

Für das Deutsche Umweltportal (PortalU) wird disy ein Konzept erstellen, wie direkte Zugriffe auf verteilte Datenbanken mit Messdaten aus dem Umweltsektor realisiert werden können. Bislang können unter www.portalu.de Metadaten, Textdaten und Webseiten mit aufbereiteten Informationen aus den Umweltverwaltungen des Bundes und der Länder recherchiert werden.

Die Koordinierungsstelle für das Umweltportal Deutschland (PortalU) im Niedersächsischen Umweltministerium hat disy den Auftrag für ein Konzept gegeben, das einen Weg aufzeigt, wie aus dem Informationsangebot unter www.portalu.de eine Datendrehscheibe werden kann, die dem Nutzer direkte Zugriffe auf Messdaten in entsprechenden Datenbanken der Umweltverwaltungen des Bundes und der Länder erlaubt. disy wird dabei Spezifikationen des Open Geospatial Consortiums (OGC) daraufhin untersuchen, ob und wie sie dabei Verwendung finden können. Als Forschungspartner konnte disy das Fraunhofer IITB, Karlsruhe, gewinnen, das seit mehreren Jahren im Rahmen von europäischen Forschungsprojekten bei der Entwicklung von OGC-Standards mitarbeitet.

Insbesondere der noch junge Sensor Observation Service (SOS) des OGC käme dafür in Frage. Er bietet eine standardisierte Schnittstelle, mit der Massendaten in Form eines Datendienstes aus den entsprechenden Datenbanken in PortalU integriert werden könnten, beispielsweise Messreihen eines einzelnen Sensors für den Feinstaubgehalt der Luft. Gewünscht ist dabei die Möglichkeit, die Standorte der Sensoren in der Webmapping-Komponente des Portals anzuzeigen und so auch einen geobasierten Zugriff auf die Daten zu ermöglichen. Mittel- und langfristig steht diese Erweiterung des PortalU im Zusammenhang mit den Überlegungen der Europäischen Union zum Aufbau eines gemeinsamen europäischen Umweltinformationssystems (Shared Environmental Informationen System – SEIS. Mit dem Projekt verbunden ist in jedem Fall als innovative Entwicklung die Integration eines entsprechenden SOS-Viewers, der bislang noch nirgendwo realisiert wurde.

Denkbar ist auch, dass Komponenten der hauseigenen Software Cadenza dabei Verwendung finden. Das Produkt kann Sach- und Geodaten integriert recherchieren und diese tabellarisch sowie in Diagrammen und Karten darstellen. Diese Fähigkeit entspricht exakt den Anforderungen für das PortalU. Gleichwohl wird die Prüfung aller Möglichkeiten von disy im Sinne des Auftraggebers ergebnisoffen durchgeführt.

Der Auftrag für die Weiterentwicklung des PortalU-Konzepts beinhaltet auch Konzepte, um die häufig sehr heterogen bei den verschiedenen Verwaltungen vorliegenden  numerischen Messwerte mit  Datendiensten unter einer Oberfläche integrieren zu können. Für dieses Problem konzipieren die disy-Experten zusammen mit den Wissenschaftlern des Fraunhofer IITB einen maßgeschneiderten  „Generischen SOS-Server“ vor, der wie ein Puffer zwischen Datenbank und SOS-Schnittstelle liegt und nach außen für eine homogene Zugriffsmöglichkeit sorgt, während in Richtung Datenbank jeweils länder- und lösungsspezifische Datenbankschemata die gewünschten Messdaten zur Verfügung stellen.

Nach Ansicht von disy-Geschäftsführer Claus Hofmann macht der Auftrag für das erweiterte PortalU-Konzept deutlich, welches Vertrauen sein Unternehmen auch bei reinen IT-Dienstleistungen genießt. „Vor allem unser Know-how beim Aufbau von und der Beratung für Geodateninfrastrukturen und Service-Orientierten Architekturen (SOA) im Umfeld des OGC wird mit diesem Projekt deutlich.“


 
 
 
 
 

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