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Lärmkartierung: Drei Bundesländer arbeiten jetzt mit Datenmodell der Cadenza Fachschale Lärm

01. Dezember 2009

Gemessen an der Fläche sorgt die Fachschale Lärm von disy Cadenza jetzt in über 40 Prozent von Deutschland für eine einheitliche Umsetzung der EU-Umgebungslärmrichtlinie: Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen profitieren bereits von den disy-Entwicklungen rund um das gemeinsam genutzte Datenmodell. Weitere Bundesländer wollen folgen.

Lärmkartierung: Drei Bundesländer arbeiten jetzt mit  Datenmodell der Cadenza Fachschale Lärm

Die Umsetzung der EU-Umgebungslärmrichtlinie schreitet voran: Mussten bislang für Ballungsräume mit mehr als 250.000 Einwohnern, für Hauptverkehrsstraßen mit mehr als sechs Millionen Fahrzeugbewegungen im Jahr und für Haupteisenbahnstrecken mit mehr als 60.000 Zügen jährlich sowie für die Umgebung aller Großflughäfen Lärmkartierungen vorliegen, aus denen sich die durchschnittliche Belastung der Bevölkerung zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten ablesen ließ, werden diese Grenzen jetzt nach unten verschoben: Bis 2012 ist auch der Umgebungslärm in Ballungsräumen mit mehr als 100.000 Einwohnern und von Straßen mit mehr als 30.000 Fahrzeugen täglich zu erfassen.

Vor diesem Hintergrund wurde die Fachschale Lärm für das Berichts- und Auswertesystem disy Cadenza jetzt entscheidend erweitert: Zahlreiche neue Lärmarten können nun ohne aufwändige Anpassungen direkt integriert werden. Auch der Im- und Export so genannter QSI-Daten – QSI ist ein standardisiertes Datenaustauschformat für Lärmdaten – ist dank einer grafischen Oberfläche deutlich einfacher geworden. Darüber hinaus stehen jeweils separate Unterpunkte für den Import von Straßen, Schallschutzbauwerken, Landkreisen, Gemeinden, Gebäuden und Fassadenpegeln wahlweise für Shapefiles und das QSI-Format zur Verfügung.

Die Beschreibung dieser Funktionen zeigt: Die von der EU verlangten Lärmkarten sind weniger eine klassische Mess- und Kartierungsarbeit als vielmehr eine Aufgabe des Datenmanagements. Es müssen zahlreiche Sach- und Geodaten aus unterschiedlichsten Quellen integriert zusammengeführt werden. Entscheidend ist daher das zu Grunde liegende Datenmodell. Mit der Fachschale Lärm für das Berichts- und Auswertesystem disy Cadenza steht ein solches Modell fertig zur Verfügung. Es wurde praxisnah gemeinsam mit dem Landesamt für Umwelt in Bayern entwickelt. Inzwischen beteiligen sich auch die zuständigen Landesbehörden aus Baden-Württemberg und Niedersachsen an der Weiterentwicklung. Weitere Bundesländer wollen folgen.

Sie können gemeinsam von den Möglichkeiten der Fachschale und des Datenmodells profitieren. Neben den vorgeschriebenen Auswertungen zur Lärmbelastung an beliebigen Punkten im Sinne der EU-Richtlinie sind zusätzliche auch individuellere Analysen der Lärmsituation möglich. Als Instrument zum Datenmanagement kann die Fachschale -  abhängig von der Fragestellung - sehr unterschiedliche Lärmkarten erzeugen. Damit ist sie ein gutes Werkzeug der Umweltplanung, ganz unabhängig von den Vorgaben der EU.

Mit Blick auf den durch die EU-Richtlinie ohnehin notwendigen Aufwand und die Kosten der Datensammlung, Migration und Konsolidierung ist eine intensive Zweit- und Nachnutzung der Daten sinnvoll und in den Fachbehörden auch gewünscht. In diesem Sinne können nicht nur weitere Bundesländer von den Vorteilen eines fertigen Datenmodells und einer auf die Anforderungen angepassten Benutzeroberfläche von disy Cadenza profitieren, sondern auch große Kommunen und Ballungsräume.

In diesem Zuge fand am 28.10. zum 4. Mal der Runde Tisch Lärm statt, bei dem die Entwicklungen der Lärmkartierung und die Erweiterungen der Cadenza Fachschale Lärm diskutiert wurden. Zu Gast waren die Experten aus Bund und Land beim Gewerbeaufsichtsamt in Hildesheim. Die Weiterentwicklung der Fachschale fand großen Zuspruch unter den Teilnehmern.

Lärmdiagramm  Ergebnistabelle


 
 
 
 
 

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