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Datendienste schneller konfigurieren

11. Mai 2010

Die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) beauftragte ein neues Cadenza-Feature, das ab Mitte des Jahres mit dem nächsten Release der Softwareplattform allen Anwendern zur Verfügung steht: Datendienste auf Basis des Web Feature Service (WFS) lassen sich dank komfortabler Konfiguration wie jede Datenbank einbinden und behandeln.

Datendienste schneller konfigurieren

Eine beliebige Auswahl von Pegeldaten schnell und einfach mit Cadenza abrufen sowie vergleichen zu können, das war die Anforderung der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) in Karlsruhe. Doch der dazu notwendige, direkte Zugriff auf die entsprechenden Datenbanken war bislang wegen entsprechender Regeln in der zentralen Firewall nicht möglich und aus Gründen der Zugriffsrechte auch nicht gewünscht.

Die Lösung ist eine Anbindung über XML-basierte Datendienste, insbesondere der Web Feature Service (WFS) des Open Geospatial Consortium (OGC) bietet sich dafür an. Im Gegensatz zu Web Mapping Services (WMS) werden keine Kartenbilder, sondern weiterverarbeitbare Datenobjekte vom Web Feature Service bereitgestellt. Die für eine Datenbank zuständige Stelle muss dazu lediglich diesen relativ einfachen, standardisierten Dienst zur Verfügung stellen. Direkte Datenbankzugriffe werden so vermieden und der Inhalt, der auf diesem Weg veröffentlichten Daten, lässt sich ohne hohen Aufwand steuern. Allein auf Seiten des Client ist noch die Einbindung der WFS-Dienste zu konfigurieren, wenn dieser ad hoc prozessfähige und für die jeweilige Aufgabe passgenaue Daten liefern soll.

Cadenza bzw. GISterm unterstützt bereits seit langem den Zugriff auf WFS-Dienste im Rahmen von Kartenthemen. Ein Kartenthema fragt dazu alle im aktuell sichtbaren Kartenausschnitt liegenden Datenobjekte vom WFS-Dienst an und stellt diese in der Kartenansicht grafisch dar. Neben diesem kartenbasierten Zugriff auf WFS-Dienste bietet Cadenza durch die von der BAW beauftragten Weiterentwicklungen ab dem kommenden Release jetzt auch die kriterienbasierte Abfrage von WFS-Diensten über Anfrageformulare an. WFS-Dienste können dabei, ähnlich zu SQL-Datenquellen, im Repository – dem zentralen Themenverzeichnis von Cadenza – konfiguriert werden. Bei der Bedienung der Anfrageformulare merkt der Anwender keinen Unterschied zwischen Anfragen an SQL-Datenbanken und WFS-Dienste – sie bedienen sich für ihn exakt gleich. Wie bei SQL-Datenquellen kann der Benutzer kriterienbasiert eine fachliche Anfrage an den WFS-Dienst stellen und bekommt von diesem alle Datenobjekte, die den ausgeführten Kriterien genügen. Cadenza stellt diese Ergebnisse tabellarisch zur weiteren Auswertung in Auswertungstabellen, Diagrammen und Druckberichten dar. Natürlich können die Daten auch in ein Kartenthema überführt und grafisch visualisiert werden. Im Gegensatz zum reinen WFS-Kartenthema sind jedoch nur Objekte in der Darstellung enthalten, welche den formulierten Anfragekriterien entsprechen. Das ist ein kleiner, aber für die gezielte Auswertung der Daten wichtiger, Unterschied.

Mithilfe des Repositorys – dem zentralen Themenverzeichnis – lassen sich die so erzeugten Datenabfragen unmittelbar an alle Nutzer verteilen. Damit können auch Sachbearbeiter an Cadenza-Web-Arbeitsplätzen von den entsprechenden WFS-Diensten profitieren.

Für den weiteren Auf- und Ausbau von Geodateninfrastrukturen (GDI) senken die neuen Möglichkeiten bislang bestehende Hürden: Damit können nicht nur Pegeldaten, sondern beliebige Datentöpfe mit Sach- und Geodaten bequem eingebunden werden. Es reicht aus, wenn die datenabgebende Stelle einen OGC-konformen Web Feature Service anbietet. Die spezifische Konfiguration der Datenabfragen übernimmt Cadenza.


 
 
 
 
 

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