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Polizeiliche Ermittlungen gehen weiter

02. Dezember 2010

Wieder hat uns eine spannende GISterm-Story erreicht und erneut handelt es sich um einen Fall, bei dem die Polizei auf GISterm zurückgreifen konnte. Was es mit der Leiche im Bodensee auf sich hat, können Sie in dieser letzten Kolumne 2010 lesen. Doch auch im neuen Jahr warten weitere nette Anekdoten in dieser Rubrik auf Sie ...

Polizeiliche Ermittlungen gehen weiter

Nachdem wir im schon April dem Missetäter in Sachen Misthaufen auf der Spur waren, hat sich nun ein ganz neuer Fall ereignet. In einem Kriminalroman würden wir darüber wahrscheinlich Folgendes lesen: Fund einer Leiche im Bodensee. War es Mord oder ein Unfall? Und aller Wahrscheinlichkeit nach ermittelt ein sympathischer Kommissar mit seiner jungen Assistentin.

In unserem Fall jedoch betrachten wir das Ganze eher von der fachlichen Seite. Nachdem die Polizei im September eine Leiche im Bodensee gefunden hatte, begannen die Ermittlungen, bei denen auch unsere Software GISterm Web zum Einsatz kam. Es galt zu ermitteln, wo genau im Bodensee der “Startpunkt” dieser Leiche war. Und um das herauszufinden, kam die Polizei auf die Betreiber von BodenseeOnline zu.

BodenseeOnline
ist ein Online-Informationssystem zur Vorhersage des hydrodynamischen Verhaltens und der Wasserqualität des Bodensees. Es ist ein gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Vorhaben. BodenseeOnline wird sowohl für wasserwirtschaftliche Fragestellungen im Zusammenhang mit dem integrierten Gewässerschutz als auch im Sinne des Notfallschutzes bei Unfällen eingesetzt und liefert aktuelle Informationen zur Seeströmung, zu den Windverhältnissen auf dem See, zu den Wellenhöhen und –richtungen sowie zu den Wassertemperaturen.

GISterm Web wurde für die Auswertung der Online-Messdaten bei BodenseeOnline zur Verfügung gestellt. Mit GISterm Web lassen sich u. a. Strompfadberechungen durchführen. Für diese Berechnungen werden einzelne Partikel in die Seeströmung eingesetzt und deren Weg anschließend individuell berechnet. Die Teilchen lassen sich entweder ausschließlich mit der Seeströmung bewegen oder an der Seeoberfläche auch mit dem Windfeld kombinieren, um die Verdriftung von schwimmenden Gegenständen auf der Seeoberfläche zu berechnen.

Eine Strompfadberechnung kann also die Frage beantworten, woher ein Gegenstand – in unserem speziellen Fall der Leichnam – stammt. Damit konnte die Herkunft der Leiche sicher festgestellt werden: die Argenmündung.



Und nicht nur bei dieser Ermittlung war BodenseeOnline eine große Hilfe. Auch beim Ölunfall auf dem Bodensee vor Lindau, bei dem ein Ölteppich von mehreren Quadratkilometern für einen Großeinsatz gesorgt hatte, konnte das Informationssystem den Austrittsort eingrenzen.

So vielfältig kann der Einsatz von GISterm sein.

Haben auch Sie eine interessante disy-Geschichte für unsere Leser?
Wir freuen uns, auch von Ihrer Story zu hören. Einfach eine E-Mail an marketing@disy.net.


 
 
 
 
 

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