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Infrastruktur für eine integrierte Sicht auf Meeresdaten

24. Februar 2011

Mit dem Aufbau einer gemeinsamen Marine Dateninfrastruktur für Deutschland (MDI-DE) wollen die zuständigen Bundes- und Landesbehörden für die Küstenregionen an Nord- und Ostsee das Datenmanagement für ein intensiveres Meeresmonitoring auf eine neue Grundlage stellen. Als langjähriger Partner fast aller beteiligten Behörden wird auch disy daran mitwirken.

Infrastruktur für eine integrierte Sicht auf Meeresdaten

Im Mittelpunkt der geplanten „Marine Dateninfrastruktur Deutschland (MDI-DE)“ stehen die künftigen integrierten Gesamtsichten auf Meeres- und Küstendaten, die bislang – je nach fachlicher Aufgabe – bei Bund und Ländern verteilt vorliegen. Ein neues Geodatenportal (www.mdi-de.org) wird Recherche, Zugriff und Analyse mithilfe von Metadaten und Web Services wesentlich vereinfachen.

So vielfältig wie die Aufgaben an der Küstenregion präsentieren sich aktuell noch die Datentöpfe der jeweiligen Fachbehörden. Sie reichen von Fragen des Hochwasserschutzes, der Schifffahrt, des marinen Natur- und Umweltschutzes bis zum Fischereiwesen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an eine themen- und sektorübergreifende Datenauswertung beständig. Die Fragestellungen zum Erhalt mariner Ökosysteme werden vor dem Hintergrund globaler Klimaveränderung und neuen Nutzungsansprüchen des Meeres – etwa zur Energiegewinnung – zunehmend komplexer. Die Berichtspflichten wie die der EU-Wasserrahmenrichtlinie, der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie sowie insbesondere der ju?ngst in Kraft getretenen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie tragen dieser Entwicklung Rechnung. Auch deshalb sollen Fachdaten aus dem Meeresmonitoring nach Maßgabe der u?bergreifenden INSPIRE-Richtlinie (Infrastructure for Spatial Information in Europe) fu?r eine integrierte und fachübergreifende Nutzung herangezogen werden können.

Zwar existieren mit dem GeoSeaPortal des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sowie dem von mehreren Ländern gemeinsam aufgebauten Nord-Ostsee-Küsteninformationssystem (NOKIS) bereits übergreifende Dateninfrastrukturen, doch entspricht ihre gegenwärtige Vernetzung noch nicht den europäischen Vorgaben für eine internationale Datennutzung. Im Rahmen der künftigen MDI-DE werden sie jedoch wichtige Bausteine sein.

Gefördert mit Mitteln des Bundesforschungsministeriums sind bis 2013 insgesamt elf Bundes- und Landesbehörden an der Marinen Dateninfrastruktur (MDI-DE) beteiligt. Sie sind zuständig fu?r das Ku?steningenieurwesen, den Ku?stengewässerschutz, den Meeresumweltschutz und den Meeresnaturschutz.

In nahezu allen diesen Fachbehörden ist disy bereits seit langem als Dienstleister tätig. Neben unserer Erfahrung im Bereich integrierter Datenanalyse sowie beim Aufbau INSPIRE-konformer Metadaten- und Geodateninfrastrukturen verfügen wir daher auch über eine breite fachliche Expertise im Bereich Meeres- und Küstendaten. Im Rahmen des dreijährigen Projekts „Marine Dateninfrastruktur Deutschland (MDI-DE)“ wird disy deshalb in vielfältiger Weise ein gefragter Gesprächspartner der beteiligten Behörden sein.


 
 
 
 
 

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