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EU-Verbundprojekt NatureSDIplus erfolgreich abgeschlossen

07. Dezember 2011

Am Rande der 25. Europäischen Umweltinformatik-Konferenz EnviroInfo am Joint Research Center (JRC) der EU im italienischen Ispra wurde das Verbundprojekt NatureSDIplus erfolgreich abgeschlossen. NatureSDIplus hat 3 Jahre lang Grundlagen, Werkzeuge und „Good Practices“ für den Einsatz von Geodateninfrastrukturen im Naturschutz erarbeitet und verbreitet.

NatureSDIplus

Mit 30 Partnern aus 19 EU-Ländern war NatureSDIplus eines der größeren Verbundprojekte der Europäischen Union. Ziel des Projekts war es, die Umsetzung der europäischen INSPIRE-Direktive im Bereich Umwelt und Naturschutz zu unterstützen. Bei INSPIRE geht es um den Aufbau einer europäischen Geodateninfrastruktur mit verbindlichen Spezifikationen für Daten und Metadaten, so dass am Ende des Entwicklungsprozesses Behörden aus allen europäischen Ländern in der Lage sein sollen, beliebige raumbezogene Daten problemlos untereinander auszutauschen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Standardisierung von Daten und Metadaten und die Entwicklung unterstützender Software-Werkzeuge erleichtern natürlich auch im Umweltbereich das internationale Zusammenführen nationaler Daten im Rahmen von Berichtspflichten (z. B. müssen die europäischen Länder im Rahmen der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) alle fünf Jahre ihre Natur- und Landschaftsschutzgebiete sowie Biotope kartieren und bewerten) ebenso wie grenzüberschreitende Planungs¬verfahren, Gutachtertätigkeiten, wissenschaftliche Kooperationen u. v. m.

Im Rahmen des NatureSDIplus-Projekts wurden Beiträge zur Konkretisierung der Metadaten-Standards geliefert, es wurden wichtige Akteure in Workshops und Kooperationen vernetzt sowie Software-Komponenten zur Realisierung von GDIs implementiert. Darüber hinaus sind zwei weitere, frei nutzbare Ergebnisse entstanden:

  • Umfangreiche Online-Lernmaterialien, um sich in 13 Modulen alle wichtigen Grundkenntnisse zur Nutzung von Geodateninfrastrukturen für den Naturschutz (im INSPIRE-Kontext) anzueignen; beginnend mit den Zielen der Naturschutzpolitik in der EU, über Grundlagen von Metadaten, Web Services, Datenharmonisierung bis zur Nutzung von NatureSDIplus-Werkzeugen und -„Good Practices“-Beispielen.

  • Ein offener und erweiterbarer Katalog mit „Good Practices“-Beispielen aus der Praxis der Umweltverwaltung in fast 20 europäischen Ländern, die als Denkanregung, Grobform oder Blaupause für eigene Aktivitäten dienen können. Diese Beispiele reichen von einer Kartierung europäischer Meeresboden-Biotope bis zum GIS für das Land Salzburg.

Die Mitarbeit von disy im NatureSDIplus-Projekt beruht auf der Kombination aus fachlichem und technischen Expertenwissen. Als Dienstleister für Umwelt- und Naturschutzbehörden von Bund, Ländern und Kommunen kennt das Unternehmen die internen Prozesse und Verfahren in der Umweltverwaltung und besitzt fachliches Know-how in den Bereichen Ökologie, Biologie und Geografie. Als IT-Unternehmen befasst sich disy seit seiner Gründung mit dem Aufbau von Metadaten-basierten und Dienste-basierten Software-Infrastrukturen. Die Software „disy Preludio“ bietet eine webbasierte Umgebung, mit der Metadaten nach dem internationalen Standard ISO 19115/19119 erfasst, bearbeitet und verwaltet werden können, um Geodaten und Dienste zu beschreiben und zu suchen. Metadaten, die mit disy Preludio gepflegt werden, können über eine vom Open Geospatial Consortium (OGC) definierte CSW-Schnittstelle direkt an übergeordnete Portale, wie das Geoportal des Bundes oder PortalU für Umweltinformationen, übergeben werden.

 


 
 
 
 
 

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