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Main-Tauber-Kreis: öffentliches Geoportal mit GISterm

09. März 2012

Vor rund vier Jahren war der Main-Tauber-Kreis Pilotanwender für disy GISterm. Seit Anfang dieses Jahres ist GISterm nun auch das Herzstück eines öffentlichen Geoportals des Landkreises, das jedermann und ohne Anmeldung zugänglichen ist.

Geoportal Main-Tauber-Kreis

Das neue Geoportal des Main-Tauber-Kreises ist auf der Webseite des Landkreises unter „Bürgerservice“ in der Rubrik „Elektronische Dienste“ zu finden. Aus Sicherheitsgründen liegt das jüngste elektronische Angebot der Verwaltung auf einem externen Server. „Wir sind noch in der Aufbauphase, es werden noch weitere Daten integriert.“, erklärt Kuno Krug vom Amt für Personal, Organisation und EDV des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis in Tauberbischofsheim.

Der Vermessungstechniker stapelt jedoch etwas tief. Bereits mit dem Start des für jedermann und ohne Anmeldung zugänglichen Geodatenportals zeigt der Themenbaum des Angebots knapp 40 fachliche Angebote. Das sind neben den Geobasisdaten zur Topographie und dem Liegenschaftskataster vor allem Umweltdaten etwa über Schutzgebiete, Naturdenkmäler oder auch Windradstandorte. Dazu kommen Informationen aus dem Sozialbereich wie beispielsweise Planungsräume für die ambulante Pflege.

Das öffentliche Geoportal profitiert hier von dem seit rund vier Jahren fach- und ämterübergreifenden internen Gebrauch der Geodaten im Landratsamt. Der Main-Tauber-Kreis war einer der ersten Landkreise in Baden-Württemberg, der sich die Möglichkeiten der so genannten RIPS-Konzeption zu Nutze machte. Die von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) ursprünglich für die Umweltverwaltung gepflegten Daten des Räumlichen Informations- und Planungssystems (RIPS) stehen danach auch für Aufgaben außerhalb der Umweltverwaltung zur Verfügung. Jeder Landkreis erhält aus RIPS regelmäßig aktuelle Geobasis- und Umweltdaten seines Gebietes. Er kann diese aktualisieren und mit eigenen Daten anreichern.

Aus RIPS stammen folglich die zahlreichen Umweltdaten des Portals. Diese Daten – neben dem internen Gebrauch – auch der Allgemeinheit über das Geoportal zugänglich zu machen, ist rein technisch gesehen keine Arbeit. Ob Intra- oder Internet macht für GISterm keinen Unterschied. „Alle notwendigen Funktionen bringt die Software mit. Ein eigener Webserver ist überflüssig.“, sagt Kuno Krug. Wenn die Daten einmal intern aufbereitet sind, sei es nicht sehr aufwändig, diese auch auf den Server für das Geoportal zu schieben.

Zusätzliche Arbeit bedeuten lediglich die Daten der Gemeinden wie etwa Bebauungspläne, die jetzt zum Teil eigens für das Portal digitalisiert, sprich „gescannt“ werden. Sie werden als georeferenzierte PNG-Dateien vor dem Hintergrund des Liegenschaftskatasters sichtbar. Per Mausklick stehen aber auch zusätzlich sämtliche schriftlichen Festlegungen zum Download bereit. Diese Informationen können direkt über ein Dialogfenster aus der Karte abgerufen werden.

Nahezu alle Gemeinden des Landkreises wollen das Geoportal sukzessive mit diesen Daten beliefern, wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Einer Gemeinde etwa waren die Bodenrichtwerte wichtiger, so dass zunächst diese Daten in das Kartenangebot integriert wurden. Auch über Jagdkataster wird noch diskutiert.

Entscheidend bei all dem: Mit dem in der Landkreisverwaltung seit langem genutzten disy GISterm lässt sich die Aufgabe problemlos bewältigen.


 
 
 
 
 

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