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Integriertes Wasserressourcen-Management für Südafrika

21. August 2012

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterhält innerhalb des Rahmenprogramms „Forschung für die Nachhaltigkeit (FONA)“ seit vielen Jahren einen Förderschwerpunkt „Integriertes Wasserressourcen-Management (IWRM)“, in dem weltweit Kooperationsprojekte mit Ländern mit Wasserproblemen gefördert werden, insbesondere in Asien, im Nahen Osten und in Afrika. disy startet dieses neue internationale Forschungsprojekt.

Integriertes Wasserressourcen-Management für Südafrika

Mit dem Prinzip des IWRM soll eine nach Menge und Güte nachhaltige Bewirtschaftung der miteinander in Wechselwirkung stehenden oberirdischen Gewässer, der Grundwasserleiter und gegebenenfalls auch der Küstengewässer geleistet werden. Dies sichert die soziale und wirtschaftliche Entwicklung und die Funktionsfähigkeit lebenswichtiger Ökosysteme. Konkret geht es unter anderem um die Entwicklung integrierter Planungsinstrumente für eine nachhaltige Nutzung und um die Anpassung nachhaltiger Wassertechnologien an verschiedene klimatische, ökonomische und soziale Verhältnisse.

Das Projekt „IWRM Südafrika II“ befasst sich mit dem Pilotgebiet „Mittlerer Olifants“ – einem Teileinzugsgebiet des Olifants-Flusses nördlich von Johannesburg und Pretoria. In diesem wasserarmen Gebiet finden sich alle wesentlichen Elemente, die ein IWRM notwendig machen, nämlich wachsende Industriezonen (Bergbau, Kraftwerke, Metallverarbeitung ...), schnell und teilweise unkontrolliert wachsende Siedlungen (auch große Flüchtlingslager), industriell organisierte Landwirtschaft und Kleinbauern. Die ökologische Bedeutung des Olifants-Flusses ist mit erheblichen touristischen Werten verbunden (Krüger Nationalpark). Darüber hinaus gibt es grenzüberschreitende wasserwirtschaftliche Verflechtungen und Verpflichtungen mit dem Nachbarland Mozambique.

Abbildung 1: Erstes Arbeitstreffen des "IWRM-Südafrika-II" Teilprojekts "IWRM-Modellierung" mit den Projektpartnern IEEM, U+Ö, ZEF, LAR und disy, bei der DHI-WASY GmbH

Das Projekt „IWRM Südafrika II“ hat am 01.06.2012 begonnen und läuft drei
Jahre. Aufbauend auf Vorgängerprojekten in Südafrika und in Vietnam wird ein Schwerpunkt auf innovative wasserwirtschaftliche Maßnahmenplanung gelegt, unter besonderer Beachtung ökonomischer Planungsaspekte. Das Projekt wird vom Institut für Umwelttechnik und Management der Universität Witten/Herdecke (IEEM) koordiniert und hat als weitere wissenschaftliche Partner den Lehrstuhl für Umwelttechnik und Ökologie im Bauwesen (U+Ö) an der Ruhr-Universität Bochum sowie das Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn. Industriepartner sind neben der disy Informationssysteme GmbH (Datenmanagement, Web-GIS) die DHI-WASY GmbH (Hydrologische Modellierung und Simulation u.a.), die HUBER SE aus Berching (Kläranlagensanierung, Membranbioreaktoren), LAR Process Analysers AG (Umweltmesstechnik, Online-Datenanalyse) sowie die REMONDIS AG & Co. KG (Betriebsorganisation, Schulungsmaßnahmen). Dazu kommen 8 Kooperationspartner aus Südafrika. Der Projektträger Jülich (PTJ) im Forschungszentrum Jülich betreut dieses Projekt, wie auch die anderen IWRM-Projekte, für das BMBF.

  Abbildung 2+3: Darstellung der Landnutzung im Pilotgebiet in Cadenza Professional und Cadenza Web



Abbildung 4: Beispielkarte "Grundwassersensitivität"

Die Rolle von disy besteht darin, ein nachhaltiges Datenmanagement für die wasserwirtschaftlichen Planungsmaßnahmen zu implementieren („Wasser-Data-Warehouse“), den Anwendern benutzerfreundliche Werkzeuge dafür anzubieten und die Ergebnisse in einer Web-GIS-basierten Fachanwendung bereit zu stellen. Als Software-Infrastruktur kommt dabei insbesondere disy Cadenza (Cadenza Professional und Cadenza Web) zum Einsatz.


 
 
 
 
 

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