Das Karlsruher Unternehmen disy Informationssysteme hat sich als Marktführer in der Umweltverwaltung bislang vor allem um das intelligente Management vorhandener, umfangreicher Geodatenbestände gekümmert. Jetzt erweitert disy seine Technologie um Lösungen zur Erfassung von neuen Geofachdaten – und nimmt damit zugleich auch neue Kunden ins Visier.
In größeren Behörden oder Unternehmen, in denen zahlreiche Mitarbeiter selbstständig Daten und Geodaten auswerten oder schlicht einsehen müssen, um ihre Aufgaben zu erfüllen, entfalten die Lösungen der Karlsruher Informatiker von disy schon seit langem ihre Stärken. Die Spezialisten für das Datenmanagement haben konsequent auf Technologien gesetzt, die in der Datenhaltung keinen Unterschied zwischen Geo- und Sachdaten machen.
Daraus entstand eine eigene Kerntechnologie, die die „Nutzung von Geodaten auch ohne klassisches Geoinformationssystem (GIS) ermöglicht“, wie es der Leiter der Geschäftsentwicklung Dr. Wassilios Kazakos formuliert. In der Umweltverwaltung ist das Unternehmen damit zum Marktführer geworden, weil hier ein integrierter Umgang mit allen Arten von Daten schon früh gefragt war. „Ob Messwerte aus Boden und Wasser, Biotope oder Schutzgebiete aller Art: Viele Fachdaten haben auch einen Raumbezug – die GIS-Funktionen sollten daher die fachlichen ergänzen und nicht umgekehrt“, erläutert es Kazakos.
Das grundsätzliche Problem im Behördenalltag: Zwar können zahlreiche Anbieter derartige Geofachdaten heute schnell mit browserbasierten Viewern an jeden Arbeitsplatz bringen, aber schon für einfache Analyseaufgaben braucht es zusätzlich ein professionelles GIS mit dem entsprechenden Experten, der es bedienen kann. Die Technologie von disy hingegen belässt soviel Intelligenz wie möglich in der untersten Ebene der Datenhaltung und macht es damit möglich, zahlreiche Analysefunktionen eines GIS browserbasiert in die Fachanwendung an jeden Arbeitsplatz und damit zum Sachbearbeiter zu bringen. „Und zwar mit einem nach Kundenwünschen fein justierbaren Rechtemanagement, das jedem Mitarbeiter exakt die Funktionen und Daten zugänglich macht, die er für seine Arbeit braucht“, wie Kazakos betont.
Auf der Basis dieser Technik-Philosophie hat disy jetzt seine Angebotspalette um einen Fachanwendungsrahmen erweitert, der es erlaubt, schnell und einfach Komponenten zur Datenerfassung zu entwickeln, die sich nahtlos in das Datenmanagement integrieren lassen. Das ist aus Sicht von disy bislang häufig eine Lücke: Die Anwender sind gezwungen, zum Beispiel Lage und Ausdehnung von Naturschutzgebieten erst in einer externen GIS-Anwendung zu erfassen und in die Datenhaltung zu integrieren, bevor diese Informationen im Workflow für Analysen und Berichte zur Verfügung stehen. Mit der neuen Komponente kann nun eine Gesamtanwendung gebaut werden, die sich zentral installieren und pflegen lässt und trotzdem jedem Mitarbeiter entweder die gesamte oder gewünschte Teile einer Prozesskette von der Erfassung über die Pflege bis zur Auswertung von Sachdaten und Geodaten zur Verfügung stellt.
In der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) entstand auf dieser Grundlage eine Fachanwendung für Biotope. Sie ermöglicht dank eines landesweiten Rahmenvertrages, dass auch die Mitarbeiter der unteren Naturschutzbehörden in den Landkreisen Informationen und insbesondere Lage und Geometrien von Schutzgebieten und Biotopen selbstständig erfassen und pflegen können. Und auch die mit dem Fachanwendungsrahmen entwickelte Software „WBE“ – das Wasserbuch- und Wasserentnahmeprogramm Niedersachsen – bietet den Mitarbeitern der Unteren Wasserbehörden in Niedersachsen die Möglichkeit, Wasserrechte sowie Wasserentnahmen und die dafür zu zahlenden Gebühren selbst zu erfassen und zu verwalten.
Kurzfristig sind die erweiterten Möglichkeiten der disy-Datentechnologie vor allem für die bereits vorhandenen Kunden der Umweltverwaltung attraktiv. Mittelfristig hat das Unternehmen damit auch neue Kunden aus anderen Bereichen im Visier. Vor dem Hintergrund der EU-Richtlinie INSPIRE stehen zahlreiche Fachbehörden in den nächsten Jahren vor der Aufgabe, den Zugriff auf ihre Geofachdaten zu vereinfachen und sich zu öffnen. Mit der Abdeckung der kompletten Bearbeitungskette der Daten in unternehmensweiten, webbasierten Geodateninfrastrukturen (GDI) sieht sich disy dafür gut aufgestellt.
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Pressekontakt:
disy Informationssysteme GmbH
Dr. Wassilios Kazakos
Erbprinzenstr. 4–12
76133 Karlsruhe
Tel.: 0721 16006-260
kazakos(at)disy.net
Über disy Informationssysteme GmbH:
Die disy Informationssysteme GmbH ist ein unabhängiges Software- und Beratungshaus mit Sitz in Karlsruhe. Die Produkte und Lösungen basieren auf innovativen Ideen und modernsten Technologien. Die Kunden schätzen die Software von disy ebenso wie den partnerschaftlichen Umgang bei der praxis- und nutzerorientierten Weiterentwicklung. Das 1997 gegründete Unternehmen beschäftigt derzeit ein 60-köpfiges Team.
Von Anfang an hat das Unternehmen einen Schwerpunkt auf Systeme gelegt, die GIS und Reporting eng miteinander verknüpfen. Damit ist disy weltweit einmalig. Die Kunden nutzen die Spatial-Reporting-Plattform disy Cadenza, um Informationen aus unterschiedlichen Geo- und Sachdatenbanken zu integrieren, zu analysieren und als Berichte aufzubereiten. Software für das Management von Geo-Metadaten sowie ein eigenes Desktop-GIS bereichern die Produktpalette. Die disy-Produkte sind in öffentlichen Verwaltungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene erfolgreich im Einsatz und bilden das Rückgrat für moderne Geodateninfrastrukturen.
- Links:
- www.disy.net/gisterm.html



