Nachhaltige Lösung zur Umgebungslärmrichtlinie
Lärmbelastungskataster – Seit Mitte 2007 arbeitet das Bayerische Landesamt für Umwelt (BayLfU) mit dem Lärmbelastungskataster Bayern (LBK) und setzt damit die Umgebungslärmrichtlinie der EU (EG-ULR) um. „Der Einsatz von disy Cadenza und disy GISterm im LBK Bayern gewährleistet die geforderte Einheitlichkeit beim bayernweiten Vollzug der EG-ULR, d. h. bei der Lärmkartierung und der Zusammenfassung der Ergebnisse zur Weiterleitung an den Bund“, erläutert Dr. Michael Gerke, Projektleiter beim LfU.
Hintergrund:
Die EG-ULR verpflichtet die Mitgliedsstaaten, in einer 2. Stufe bis 2012 weitere Lärmkarten zu erstellen, diese nach einheitlichen Methoden auszuwerten und die Öffentlichkeit über den Umgebungslärm und seine Auswirkungen zu informieren. So sind in Bayern insgesamt rd. 7.000 km Hauptverkehrsstraßen mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als 3 Millionen Kraftfahrzeugen pro Jahr und acht Ballungsräume mit mehr als 100.000 Einwohnern zu erfassen.
Auf der Grundlage dieser Kartierungen sind dann für hochbelastete Gebiete Aktionspläne zu erstellen. Auf diese Weise soll die Belastung durch Umgebungslärm reduziert werden. Das BayLfU, das als obere Fachbehörde des Freistaats für den gesamten Umweltbereich zuständig ist, baut hierzu das LBK Bayern auf.
Ziel:
Für die erforderlichen flächendeckenden Auswertungen der Lärmkarten müssen komplexe Geo- und Fachdaten aus unterschiedlichen Bereichen integriert und für die Bewertungen aufbereitet werden. Auf Basis von disy Cadenza entstand hierzu eine Lösung, mit der die Anwender aufwändig integrierte Daten flexibel nach räumlichen und fachlichen Themen auswerten und diese über die Kartierung hinaus übergreifend nutzen können. Der Clou dabei: Das LfU besitzt nun eine Lösung, mit der es auch in Zukunft flexibel auf neue Anforderungen und Anfragen reagieren kann.
Die wichtigsten von der EG-ULR geforderten Auswertungen sind bereits vorkonfiguriert. So kann der Anwender z. B. alle Häuser einer Gemeinde ermitteln, an deren Fassade ein Pegel einen vorgegebenen Wert übersteigt. Zur Beurteilung der Lärmsituation wird die Anzahl der Betroffenen nach Pegelbereichen angezeigt. Anhand des dynamisch erstellten Histogramms über ausgewählte Daten erkennt der Anwender direkt, wie viele Betroffene es in welchen Pegelbereichen gibt. Durch die kontextsensitive und visuelle Auswahl sieht er schon während der Recherche, wie viele Ergebnisse zu erwarten sind und wo eventuell Datenfehler vorliegen könnten. Künftig sollen auch die Ballungsräume in die Berechnungen einbezogen werden. Weitere Auswertungen kann der Anwender einfach erstellen.
„Zum Vollzug der EG-ULR haben wir nach einer Gesamtlösung aus einer Hand gesucht. Sie soll die Organisation, Auswertung und Berichterstattung gleichermaßen unterstützen. Unsere Ziele konnten wir mit disy als erfahrenem Projektpartner mit umfangreichem Know-how in der Erstellung von Geo-Datenbanken und in der Datenintegration erfolgreich umsetzen“, resümiert Dr. Michael Gerke zufrieden.
Wollen Sie mehr über die konkrete technische Umsetzung erfahren? Klicken Sie hier: Informationen zur technischen Umsetzung
Weitere Informationen:
Über das Bayerische Landesamt für Umwelt: http://www.lfu.bayern.de
Fallstudie Lärm: LBK Bayern
Beiträge im Zusammenhang mit dem Thema Lärm: http://ww.disy.net/laerm






