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Runder Tisch Lärm: Laute(r) Teufel im Detail

26. Februar 2009

Einen kompletten Tag lang diskutierten rund 20 Experten aus Bund und Ländern gemeinsam mit den Fachleuten von disy Fragen der aktuellen und künftigen Lärmkartierungen, wie sie die entsprechende EU-Richtlinie zum Umgebungslärm verlangt. Dabei zeigte sich ein typisches Ergebnis: Im Prinzip ist die datentechnische Herausforderung gemeistert, im Detail stecken noch viele Teufel.

Nach dem Abschluss der ersten Lärmkartierungen in Deutschland gemäß den Vorgaben der EU-Umgebungslärmrichtlinie zogen rund 20 Experten aus mehreren Bundesländern und einigen damit befassten Bundesbehörden eine erste Bilanz. Dabei zeigt sich einmal mehr, dass vor allem Details in den entsprechenden Projekten Fragen aufwerfen.

Grundsätzlich ist die Produktion der von der EU verlangten Lärmkarten weniger eine Kartierungsaufgabe als vielmehr eine Frage des Datenmanagements. Für die Verantwortlichen tauchen daher vor allem Fragen der Datenkonsolidierung und -validierung auf. In Niedersachsen beispielsweise wurde den Kommunen eine Möglichkeit eingerichtet, den zentralen Datenbestand mit lokalem Fachwissen etwa zu Lärmschutzwänden und Verkehrsfrequenzen zu ergänzen. Dabei stellt sich naturgemäß die Frage nach der Qualitätskontrolle der übermittelten Zahlen.

Dies wird nach Einschätzung der Experten umso dringlicher, wenn 2012 eine zweite Lärmkartierung vorliegen muss. Bislang waren laut EU-Richtlinie Ballungsräume mit mehr als 250.000 Einwohnern betroffen sowie übergeordnete Straßen mit mehr als 60.000 Fahrzeugbewegungen am Tag. Im nächsten Schritt geht es um Ballungsräume mit mehr als 100.000 Einwohnern und Straßen mit mehr als 30.000 Fahrzeugen täglich. Widersprüche zwischen zentralen Verkehrsdaten und Angaben der Kommunen können dann leicht zu Konflikten führen, die nicht immer leicht aufzulösen sind. Dies alles wird vor dem Hintergrund einer besser informierten Öffentlichkeit passieren, was bei der ersten Bestandsaufnahme bis Mitte 2007 noch nicht der Fall gewesen ist.

Grundsätzlich positiv wurden die Erfahrungen bewertet, die mit der auf Basis von disy Cadenza erstellten Fachschale Lärm gemacht wurden. Die Lösung sollte nach einhelliger Meinung mit Blick auf die künftigen Aufgaben mit zu erwartenden wachsenden Datenmengen weiter entwickelt werden. Herzstück dabei ist das mit der Fachschale konzipierte Standard-Datenmodell für die Umsetzung der Richtlinie. Dieses Modell als gemeinsame Basis der Länder und eventuell auch der in die Arbeiten einbezogenen Kommunen zu nutzen, hat „Charme“, wie es ein Teilnehmer aufgrund der dadurch sinkenden Kosten formulierte.

Daneben bestimmten weitere Wünsche der Teilnehmer an die vorliegenden Features des mit der Fachschale verbundenen Berichts- und Auswertesysteme die Tagesordnung. Diese reichen von den Möglichkeiten, schnell einen Report über die Belastung einer einzelnen Kommune zu erzeugen, bis zu Aspekten des Datenimports hinsichtlich der zu berücksichtigenden Koordinatensysteme und Formate. Auch hier zeigte sich, dass es Detailfragen sind, die den Alltag der mit dem Projekt befassten Verwaltungen beherrschen.

Vortrag Dr. Kazakos Runder Tisch Lärm  Teilnehmerrunde Runder Tisch Lärm  Diskussionsrunde Runder Tisch Lärm

 


 
 
 
 
 

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