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NATO-Gipfel 2009: GISterm im Lagezentrum des RP Karlsruhe

01. Juli 2009

Der für die so genannte nicht polizeiliche Gefahrenabwehr zuständige Krisenstab im Regierungspräsidium Karlsruhe nutzte während des NATO-Gipfels erstmals GISterm, um die elektronische Lagekarte zu führen, in der alle Informationen zur Sicherheitslage übersichtlich eingetragen werden.

GISterm für die Bewältigung des NATO-Gipfels

Natürlich war der NATO-Gipfel in Straßburg und Baden-Baden keine Katastrophe, gleichwohl trat zur so genannten nicht polizeilichen Gefahrenabwehr im Regierungspräsidium Karlsruhe während des Gipfeltreffens des nordatlantischen Verteidigungsbündnisses (NATO) derselbe Krisenstab zusammen, der auch im Katastrophenfall seine Arbeit aufnimmt. Seine Aufgabe ist mit dem Stichwort „Bevölkerungsschutz“ umrissen, worunter vor allem die Koordination von Feuerwehren und Rettungsdiensten bei „großflächigen Gefahrenlagen“ zu verstehen ist, wie Katastrophen amtlich heißen.

Das war auch während des NATO-Gipfels gefragt, wusste doch im Vorfeld niemand, ob nicht beispielsweise durch gewalttätige Demonstrationen Verletzte zu versorgen oder Brände zu löschen sind.

Als Querschnittaufgabe werden für den Katastrophenschutz Mitarbeiter aus allen Fachabteilungen des Regierungspräsidiums im Krisenstab vereinigt, darunter auch die GIS-Experten aus den Fachbereichen Raumordnung und Umwelt/Naturschutz. Zuvor geschult durch Mitarbeiter des Landesamtes für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) wurde von ihnen erstmals das Geoinformationssystem GISterm genutzt, um die für den Krisenstab während des Einsatzes wichtige elektronische Lagekarte zu erzeugen. Nahezu alle Informationen zur Sicherheitslage während des Gipfels konnten darin eingetragen werden. Die notwendigen Geobasisdaten wie Straßen- und topographische Karten stammten aus dem Räumlichen Informations- und Planungssystem (RIPS) als Teil des landesweit verfügbaren Umweltinformationssystem (UIS). Zusätzlich wurden im Vorfeld Daten zum Gipfel georeferenziert und anschließend in GISterm hinterlegt, etwa die geplanten Routen von Demonstrationszügen und die Wege und Zeitpläne der Staatsgäste. Dazu kamen unter anderem Straßensperrungen, zahlreiche Sicherheitszonen, Flugverbotszonen und die Standorte von Krankenhäusern sowie der mobilen Rettungskräfte.

Eine weitere Besonderheit war die grenzüberschreitende Koordination des Einsatzes. Dazu waren französische Geobasisdaten lagegenau zu integrieren, so dass sich entlang des Grenzverlaufs keine weißen Flecken in der Karte ergaben. Während des Einsatzes schließlich wurden aktuelle Lagemeldungen kontinuierlich georeferenziert, mittels GISterm erfasst und in die digitale Lagekarte integriert. Quasi in Echtzeit war so die Situation vor Ort im Lagezentrum jederzeit vollständig transparent, so dass der Führungsstab im Regierungspräsidium Karlsruhe jederzeit auf dem aktuellen Stand der Vor-Ort-Geschehnisse sein konnte.


 
 
 
 
 

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