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disy bringt neuen OGC-Standard für Sensordaten in der Wasserwirtschaft mit auf den Weg

24. Februar 2010

Im Auftrag des Dienstleistungszentrums IT im Geschäftsbereich des BMVBS (DLZ-IT BMVBS) arbeitet disy in der Hydrologie-Arbeitsgruppe des OGC mit. Noch in diesem Jahr soll der Entwurf für eine internationale Spezifikation für den Austausch von hydrologischen Sensordaten vorliegen.

disy bringt neuen OGC-Standard für Sensordaten in der Wasserwirtschaft mit auf den Weg

Gemeinsam mit großen Dachverbänden der Wasserwirtschaft und Hydrologie aus den USA und Australien sowie der World Meteorological Organisation (WMO) arbeitet disy unter dem Dach des Open Geospatial Consortiums (OGC) an einer neuen, internationalen Spezifikation mit, die künftig den Austausch von hydrologischen Sensordaten etwa zum Pegelstand, zum Abfluss oder zur Temperatur des Wassers erheblich erleichtern wird. Mit der konzeptionellen Arbeit in der so genannten Hydrology Domain Working Group des OGC wurde disy vom DLZ-IT BMVBS beauftragt.

Das Ziel der Bemühungen ist es, dass diese Daten direkt von den Sensoren und Messgeräten oder auch aus entsprechenden Fachanwendungen standardisiert und in Echtzeit zwischen den Rechnern ausgetauscht werden können – ohne dass IT-Fachleute dafür Hand anlegen müssen. Das ist vor allem für das grenzüberschreitende Gewässermanagement, beispielsweise zwischen Deutschland, Frankreich und den Niederlanden entlang des Rheins, von Bedeutung. Bislang können solche Daten häufig nur händisch und/oder in proprietären Formaten sowie nach ihrer Erstanalyse in einer Fachanwendung für Folgenutzungen weitergegeben werden.

Das OGC hat mit dem Sensor-Web-Enablement-Ansatz (SWE) und speziell dem Sensor Observation Service (SOS) bereits einen Standard realisiert, der es zumindest erlaubt, Sensordaten jeder Art in einem einheitlichen Format und über standardisierte Operationen im Internet bereit zu stellen. Als OGC-Standard ermöglicht er zudem die einfache Integration in vorhandene Geodateninfrastrukturen.
Allerdings beinhaltet der Sensor Observation Service (SOS) in seiner jetzt vorliegenden Version noch keinen praktikablen Transport-Container für die Sensordaten und Messreihen. Es fehlt für die hydrologischen Messdaten noch ein passendes fachlich einheitliches Schema.

Genau für diese Ansprüche hatte die Bundesanstalt für Gewässerkunde gemeinsam mit disy und der KISTERS AG bereits XHydro als Spezifikation für die Wasserwirtschaftsverwaltung in Deutschland entwickelt. Diese (Vor-)Arbeit soll nun in den Prozess der internationalen Abstimmung eingebracht werden. Aus Sicht des DLZ-IT BMVBS besteht damit die Chance, nicht nur die Grundlage für grenzüberschreitende serviceorientierte Architekturen in der IT der Wasserwirtschaft aufzubauen, sondern auch diese Grundlagen entscheidend zu beeinflussen.

Bereits auf dem nächsten Workshop der OGC Hydrology Domain Working Group im März im italienischen Ispra werden dafür nach Einschätzung der Beteiligten die entscheidenden Weichen gestellt. Volle vier Tage wollen sich die Experten aus den USA, Australien, Frankreich und Deutschland (u. a. auch von disy) Zeit nehmen, die fachlichen Belange miteinander abzustimmen und in ein konsistentes XML-Schema zu gießen. Bereits im Herbst dieses Jahren soll dann nach weiteren Abstimmungsprozessen innerhalb der Hydrologie-Arbeitsgruppe ein ausgereifter Draft der neuen Spezifikation vorliegen, der die Basis für eine Verabschiedung als offizielle OGC-Spezifikation ist.


 
 
 
 
 

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