Da geht einiges: Quergedachte Datenbanktechnologien bei Disy

Datenbanken werden in vielen Fällen lediglich als simple Datenspeicher benutzt. Und wenn PL/SQL oder PL/pgSQL-Routinen zum Einsatz kommen, dann oft nur als Backendprozess für Fachanwendungen. Beides verkennt die wahren Fähigkeiten moderner RDBMS. Und weil wir das für uns erkannt haben, gehen wir bei Disy komplett anders mit Datenbanktechnologien um. Wie genau, erklärt uns Torsten – einer unserer Datenbankspezialisten:

„Natürlich nutzen auch wir die Datenbank zur Speicherung von Daten. Im Vordergrund stehen aber die Möglichkeiten der Datenbank zur prozeduralen Datenverarbeitung und die kreative Kombination verschiedener Oracle-DB-Technologien. Datenmanagement durch die Fachanwendung ist für uns nur der letzte Notnagel. Dazu pflegen und entwickeln wir eine sehr umfangreiche Bibliothek modularer Datenbankroutinen, welche verschiedenste Aufgaben im Bereich Datenbereinigung, -homogenisierung und Datenaufbereitung abdecken. Ohne diesen Werkzeugkasten wären viele Projekte mit sehr großem Datenmanagementanteil gar nicht möglich.

Ein besonderes Schmankerl an dieser Stelle ist der Umgang mit Geodaten. Unsere Routinen erlauben rein geometrische Analysen und Aufbereitungen von Daten, die mit spezialisierten Desktopwerkzeugen wie ArcGIS o.ä. weder zeit- noch volumentechnisch darstellbar sind. Damit wir das auch nachhaltig betreiben können, unterliegt die Entwicklung von DB-Code den gleichen Richtlinien bzgl. Clean Code wie unsere native Produktentwicklung in Java.

Daneben sind wir bekannt (oder berüchtigt) für den kreativen Einsatz von peripheren Datenbanktechnologien. Datenbankoptionen von Oracle wie Virtual Private Database (VPD), Unified Audit Trail (UAT) und Flashback Archive (FA) werden als Einzeltechnologien häufig eingesetzt. Bei Disy suchen wir Möglichkeiten, mit der Summe dieser Technologien mehr zu erreichen. Warum zum Beispiel sollte es nicht möglich sein, über die Kombination von UAT mit FA eine nachträgliche, bedarfsgetriebene komplette Protokollierung aller abgerufenen Daten zu ermöglichen? Und gleichzeitig mit VPD die Datenbasis für verschiedene Fachanwendungen mit unterschiedlichen Sichtbarkeitsrechten zu stellen? Und wenn die Technologie hakt, dann ist im Zweifelsfall auch unser Draht zur Oracle sehr kurz.

All das können wir aber nur leisten, da unsere Datenbankspezialisten gerne querdenken, und nicht unbedingt den direkten Weg gehen. Zur Not auch mit technischen Experimenten, die sich am Ende nicht durchsetzen.“

Quergedachte Datenbanktechnologien bei Disy
Quergedachte Datenbanktechnologien bei Disy