Grenzwerte in Wasserschutzgebieten überwachen

Wie Sie in wenigen Schritten Messstellen in Wasserschutzgebieten identifizieren und Grenzwertüberschreitungen erkennen

Objektinformationen in Cadenza

Dass unsere Gewässer, vor allem aber Wasserschutzgebiete, so schadstofffrei wie nur möglich sind, ist für die Umwelt und uns sehr wichtig. Deshalb werden diese regelmäßig von zuständigen Behörden geprüft. Die dadurch erhobenen Daten dienen als Grundlage zur Analyse von Wasserschutzgebieten. Im folgenden Beitrag zeigen wir Ihnen,

  • wie Sie mit dem Location Finder ganz leicht eigene Points of Interest wie Wasserschutzgebiete finden können.
  • wie Sie für Wasserschutzgebiete die zugehörigen Messstellen schnell identifizieren und Grenzwerte überprüfen.

Grundlage für dieses Beispiel ist ein fiktiver Datensatz zu Gewässern in Niedersachsen. Bei den verwendeten Daten handelt es sich um Daten des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), welche nachträglich verändert und erweitert wurden. Der Datensatz für das Beispiel enthält Informationen über

  • Wasserschutzgebiete und Gewässer
  • Messstellen mit Messwerten zu Arsen, Blei, Cadmium, Nickel und Zink
  • zuständige Gemeinden und Landkreise

Alle Daten besitzen einen geografischen Bezug und sind auf das Bundesland Niedersachsen beschränkt. Wir werden

  • per Location Finder ein für uns relevantes Wasserschutzgebiet finden.
  • zu diesem Wasserschutzgebiet zugehörige Messstellen mit Hilfe der räumlichen Filterung identifizieren.

Messstellen in Wasserschutzgebieten identifizieren

Unsere Karte zeigt Messstellen als orange Punktdaten an bestimmten Gewässern sowie Wasserschutzgebiete in Blau (Abbildung 1).

Wir betrachten das Wasserschutzgebiet Granetalsperre und möchten zugehörige Messstellen identifizieren. Über den Location Finder können wir stichwortartig verschiedene Points of Interest (POIs) finden. Es ist möglich, eigene Fachobjekte als POIs zu hinterlegen, sodass sie über den Location Finder in der Karte gefunden werden können. Wenn wir nun das Stichwort „Granetalsperre“ eingeben, bekommen wir verschiedene Vorschläge, unter welchen wir das gewünschte Suchergebnis, also das Wasserschutzgebiet Granetalsperre, aussuchen können (Abbildung 1).

Über die Objektinformation können wir überprüfen, ob wir uns tatsächlich an der Granetalsperre befinden. Dies wird in Abbildung 2 gezeigt. Nachdem wir uns versichert haben, dass wir das richtige Wasserschutzgebiet gefunden haben, möchten wir alle dazugehörigen Messstellen identifizieren.

Identifizieren des Wasserschutzgebiets Granetalsperre mit Hilfe des Location Finders in Cadenza Web

Abb. 1: Identifizieren der Granetalsperre mit Hilfe des Location Finders

Objektinformationen zum Wasserschutzgebiet Granetalsperre in Cadenza Web

Abb. 2: Objektinformationen zum Wasserschutzgebiet Granetalsperre

Dafür selektieren wir die Granetalsperre und wählen „Mit Geometrie vorhandenes Thema filtern“. Als „vorhandenes Thema“ wählen wir das Kartenthema mit allen Messstellen. Da wir nur die Messstellen betrachten möchten, die sich räumlich im Wasserschutzgebiet befinden, setzen wir die Pufferbreite auf 0 Meter. Möchten wir auch Messstellen auswählen, die sich in der Nähe des Wasserschutzgebiets befinden, dann könnten wir natürlich auch eine größere Pufferbreite wählen. In unserem Fall werden nun nur noch zwei Messstellen in der Karte angezeigt. Zu sehen ist dies in Abbildung 3.

Messstellen im Wasserschutzgebiet Granetalsperre selektieren

Abb. 3: Selektieren relevanter Messstellen

In der zugehörigen Tabelle sehen wir jetzt lediglich alle Informationen zu den zwei Messstellen an der Granetalsperre. Da der Grenzwert von Cadmium 3 μg/l beträgt, weisen beide Messstellen erhöhte Werte auf (Abbildung 4). Im Diagramm Parametervergleich sehen wir den Mittelwert beider Messstellen, welcher zeigt, dass in unserem Beispiel die Cadmium-Werte im Wasserschutzgebiet Granetalsperre erhöht sind. (Abbildung 5). Nun ist es wichtig, Ursachen für die Grenzwertüberschreitungen im Wasserschutzgebiet zu ermitteln und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen abzuleiten.

Tabelle mit Messwerten im Wasserschutzgebiet Granetalsperre
Abb. 4: Messwerte der Messstellen im Wasserschutzgebiet Granetalsperre
Säulendiagramm mit Minimum, Mittelwert und Maximum der Messwerte im Wasserschutzgebiet Granetalsperre
Abb. 5: Minimum, Mittelwert und Maximum der Messwerte im Wasserschutzgebiet Granetalsperre

Eigene Messstellen und Messwerte überwachen und auswerten

Auch wenn es sich in diesem Fall um fiktive Daten handelt, ist dieses Szenario natürlich einfach auf andere Szenarien übertragbar, in denen Messstellen und Messwerte überwacht werden. Cadenza kann per einfacher Konfiguration auf beliebige Datenbanken mit Messstellen und Messwerten zugreifen. Gerne zeigen wir Ihnen mit Ihren eigenen Daten, wie Sie Cadenza konfigurieren können, um Ihre Messstellen und Messwerte darzustellen – für das Thema Gewässer, aber natürlich auch für Messungen, Parameter und Messwerte aus anderen Fachbereichen.