Mobiles Arbeiten in der Umweltverwaltung mit Cadenza

Das LANUV hat Disy mit dem Aufbau der zentralen Datenföderierungsschicht (DFS) für die Fachdateninfrastruktur beauftragt. Die Umsetzung der DFS zur Datenbereitstellung für INSPIRE hat begonnen und erfolgt in den nächsten Jahren.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) betreibt seit vielen Jahren zur Unterstützung der Facharbeit eine große Anzahl von DV-Verfahren und stellt Daten sowie Informationen zur Verfügung, die zum Teil auch von der Öffentlichkeit in elektronischer Form genutzt werden können. Neben dem LANUV selbst greifen Vollzugsbehörden sowie untere und mittlere Verwaltungsebenen auf diese DV-Landschaft zur Aufgabenerledigung zurück. Der Betrieb der DV-Verfahren ist unverzichtbare Grundlage für erfolgreiche Facharbeit.

Um dieses komplexe Aufgabenspektrum auch zukünftig technologisch und INSPIRE- und Open-Data-konform auf eine solide Grundlage zu stellen, hat das LANUV einen Fahrplan zur Weiterentwicklung des Datenmanagements erarbeitet. Bereits 2015 entwickelte das Amt ein Konzept für das Datenmanagement unter Berücksichtigung dieser vier Aspekte: Alle Geodatenbestände sollen an die Anforderungen der INSPIRE-Richtlinie angepasst und so vorgehalten werden, dass sie für die beabsichtigten Datensichten INSPIRE, Open Data NRW und interdisziplinäre Facharbeit sowie zur Erfüllung diverser Berichtspflichten genutzt werden können.

Da die Fachdatensammlungen und Fachinformationssysteme (FIS) auf die Erfüllung konkreter Aufgaben zugeschnitten sind, sollten diese durch die erweiterte Fachdatennutzung nicht zusätzlich belastet werden. Aus diesem Grund wurde der Aufbau einer zentralen Datenföderierungsschicht (DFS) zur Zusammenfassung der Daten beschlossen, damit die Fachdaten in einer Art Datendrehscheibe für die beabsichtigten Datensichten interoperabel zur Verfügung stehen. Disy wurde mit der Umsetzung beauftragt und wird in den nächsten drei Jahren die DFS erstellen und betreiben.

Ein Teil der Aufgabe von Disy ist es, die Datenstrukturen für die DFS zu definieren und zu strukturieren, damit die Daten aus den Fachinformationssystemen (FIS) plausibel und konsistent in die DFS importiert werden. Dazu soll ein zweistufiges Datenmanagement aufgebaut werden. Ein allgemeingültiges Datenmodell für die Datenverwaltung soll die Realität beschreiben. Sichten und Selektoren für den Zugriff auf die Daten sollen diese für die verschiedenen Anwendungsfälle bereitstellen. Als Komponente für die Datenaufbereitung und Datenvisualisierung der in der DFS abgelegten Fachdaten soll Cadenza zum Einsatz kommen. Für die regelmäßige Datenpflege sowie für die Bereitstellung der Fachdaten im INSPIRE- und Open-Data-Kontext werden ETL-Prozesse aufgesetzt.

Da nach Projektabschluss die Daten an jedem Arbeitsplatz im LANUV verfügbar sind, haben die Mitarbeiter bessere Steuerungs- und Analysemöglichkeiten. Die Mitarbeiter des LANUV haben weniger Zeit- und Reibungsverluste bei der Recherche und Zusammenführung von Daten für die Entscheidungsunterstützung. Sie werden somit von Routineaufgaben entlastet und können sich auf die Fachlichkeit konzentrieren. Darüber hinaus kann das LANUV seine Berichtspflichten und Anforderungen an die Datenbereitstellungen durch die bessere Datenorganisation wesentlich effizienter erledigen. Durch diese Synergien profitieren alle Fachabteilungen, was zur Effizienzsteigerung im gesamten LANUV beiträgt.