Übersicht. Überall. Über alles.: Das Werkstattgespräch 2018 für Partner von Cadenza und Interessenten

„Übersicht. Überall. Über alles.“ - das ist seit vielen Jahren das Motto von Cadenza. Nach demselben Motto lud Disy Ende Februar Partner und Interessenten zu seinem 12. Werkstattgespräch nach Karlsruhe ein. Annähernd 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland folgten dem Ruf, sich zwei Tage lang eine Übersicht über die Neuerungen in Cadenza 2018 zu verschaffen und von den Ideen für die zukünftige Weiterentwicklung der Plattform inspirieren zu lassen.

Besonders beeindruckt waren die Teilnehmer der Werkstatt von den neuen Möglichkeiten, in Cadenza komplexe und umfangreiche Daten grafisch zu analysieren: Eine verbesserte Heatmap-Darstellung und eine neue, multidimensionale Klassifikation von Objekten in der Karte ermöglichen es, deutlich reichhaltigere Kartensichten zu generieren. Selbst komplexe und umfangreiche Datenbestände lassen sich somit aussagekräftig und plastisch darstellen. Dadurch wird dem Anwender ein schnelles und intuitives Erschließen von Information ermöglicht. Wo bislang aufwändige Recherche-Schritte notwendig waren, um Erkenntnisse aus der Datenflut zu erarbeiten, erhält der Anwender mit Cadenza jetzt direkt auf Knopfdruck eine übersichtliche Kartendarstellung für seine Analyse. Mit den neuen Darstellungsmöglichkeiten kann er dann sofort wichtige Brennpunkte oder Strukturen erfassen und seine Aufmerksamkeit für die weitere Auswertung auf die tatsächlich relevanten Datensätze konzentrieren.

Im Bereich der neuen Kartendarstellungen stieß auch die neue Clusterdarstellung auf großes Interesse: Am Beispiel von OpenStreetMap-basierten Daten zum Standort von Restaurants in Deutschland wurde sehr anschaulich demonstriert, wie mit dieser Art der Darstellung mit einem einzigen Klick Ordnung und Übersicht in die Darstellung der Karte gebracht wird. Anstelle unzähliger Einzelpunkte werden in der Clusterdarstellung alle nahe zusammenliegenden Restaurants zu einem Cluster zusammengefasst, wodurch die Karte sofort sehr viel übersichtlicher wird und sich einzelne Häufungen von Restaurants gut identifizieren lassen. Bei der Clusterdarstellung geht Disy dann aber in Cadenza gleich noch einen Schritt weiter: Die neue Darstellungsart lässt sich einfach mit einer Art Tortendiagramm kombinieren, so dass man trotz der vereinfachten Sicht auch noch Detailinformationen über die im Cluster zusammengefasste Objekte einsehen kann. Im konkreten Beispiel betrifft dies die Art der im Cluster enthaltenen Restaurants, die über die Tortendarstellung ersichtlich wird, so dass man auf der Suche nach einem asiatischen Restaurant nicht erst in einzelne Cluster hineinzoomen muss. Über dieses und weitere Features werden wir in zukünftigen Newslettern noch ausführlicher berichten.

Ein weiterer Vortrag der Werkstatt behandelte die Auswertung zeitabhängiger Daten und erwies sich als besonderer Publikumsmagnet: Disy zeigte live in der Anwendung, wie sich mit Cadenza zeitabhängige Daten jetzt auch als Animation betrachten und analysieren lassen. Die Teilnehmer des Vortrags waren begeistert davon, wie einfach es ist, aus freien Niederschlags-Daten von Wetterstationen eine Zeitraffer-Animation zu generieren: In dieser konnte man dann sehr schön in der Karte sehen, wie ein Regengebiet über Deutschland hinweg gezogen ist. Diese kinderleichte Erzeugung von Animationen direkt durch den Endanwender lässt sich natürlich auch auf beliebige andere, zeitabhängige Daten übertragen. So kann damit etwa auch die zeitliche und räumliche Entwicklung von Einbrüchen untersucht oder auch die Ausbreitung von Schädlingen in der Natur analysiert werden.

Die neuen Features von Cadenza und die erweiterten Möglichkeiten waren aber nur einer der Schwerpunkte der Veranstaltung. In weiteren Vorträgen berichtete Disy getreu dem Motto „… Über alles.“ auch über alles, was rund um den Einsatz von Cadenza herum und in Bezug auf die Aufbereitung von Daten sonst noch wissenswert ist: Die Grundlagen und neuen Möglichkeiten zum Cloud-Betrieb mittels Container-Technologien wie Docker und Pivotal Cloud Foundry fanden nicht ohne Grund reges Interesse bei den Teilnehmern: Der Einsatz dieser noch jungen Technologie verspricht nämlich deutliche Vereinfachungen bei Installation und Betrieb großer Web-Anwendungen. Auch der Ausblick auf Oracles zukünftige Entwicklung der Java-Plattform ab der Version Java 9 war ein vieldiskutiertes Thema, bei dem Disy wieder einmal Pionierarbeit leistet: „Cadenza läuft bei uns bereits seit einem halben Jahr unter Java 9. Damit sind wir unseres Wissens nach die ersten, die eine so große Anwendung vollständig auf die neue Laufzeitumgebung portiert haben!“, so der Entwicklungsleiter von Disy.

Dass Disy Innovator in seinem Marktsegment ist, wurde auch bei einem weiteren Themenschwerpunkt der Werkstatt deutlich: Zwei Referentinnen beleuchteten die Möglichkeiten zur Datenintegration mit der ETL-Plattform Talend und gingen dabei insbesondere auch auf die Möglichkeiten des Plug-Ins GeoSpatial Integration für Talend ein. Dabei handelt es sich um ein noch junges Produkt von Disy, welches Talend um eine leistungsfähige GeoSpatial-Komponente erweitert und somit zu einem leistungsfähigen Produkt zur integrierten und durchgängigen Verarbeitung von Geo- und Sachdaten vervollständigt. Die Besucher der Werkstatt konnten sich einen guten Überblick darüber verschaffen, wie sie basierend auf dieser Technologie nachhaltige Datenverarbeitungsprozesse modellieren und betreiben können. Ein besonderer Fokus lag hierbei auf den Möglichkeiten zur Bewertung und Steigerung der Datenqualität – einem Thema, das bei steigender Datenflut und zunehmenden Anforderungen für deren Analyse und Bewertung einen großen Stellenwert besitzt.

Neben den vielen Vorträgen von Disy gab es im Werkstattgespräch auch dieses Jahr wieder Raum für Berichte von Partnern und Nutzern der Cadenza-Plattform direkt aus der Praxis von laufenden Projekten. So präsentierte das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) über die Fortschritte des Projekts ADAMAS, in dem Cadenza als Querschnittskomponente in der Fachanwendungsentwicklung genutzt wird. In dem Vortrag wurde die Fachanwendung ABuDIS live demonstriert, in der unter anderem die Kartenkomponente von Cadenza Web zur Anzeige und Erfassung von Objekten sowie für das Reporting genutzt wird. Die Fachanwendung profitiert von der Einbettung von Cadenza-Komponenten, weil dadurch die bereits vorhandene Funktionalität direkt wiederverwendet und sich die Fachanwendungsentwicklung auf die für die jeweilige Fachanwendung spezifische Funktionalität beschränken kann. An dem praktischen Beispiel konnte auch gut beobachtet werden, dass die neue Fachanwendung durch die nahtlose Integration und die Möglichkeiten zum Styling von Cadenza aus einem Guss erscheint. Das Konzept dieser Art der Wiederverwendung geht damit vollständig auf und ist nun Vorlage für viele weitere Fachanwendungen.

Weitere Gastvorträge der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) widmeten sich der Digitalisierungsoffensive des Umweltministeriums Baden-Württemberg und dem damit verbundenen Einsatz von Cadenza Mobile in der LUBW. Zukünftig erfolgt eine direkte Kopplung von Cadenza Mobile mit Fachanwendungen, und der Anwender kann direkt aus diesen steuern, welche Daten für den mobilen Einsatz mitgenommen werden sollen. Die Bearbeitung der Daten erfolgt anschließend vor Ort über ein Tablet oder Smartphone und unterstützt eine Nutzung unabhängig einer vorhandenen Netzanbindung. Alle offline vorgenommenen Datenänderungen werden anschließend wieder direkt an die Fachanwendung übergeben, so dass die Datenhoheit bei der Fachanwendung bleibt. Beide Beiträge stießen auf großes Interesse für die immer wichtiger werdenden mobilen Einsatzszenarien für die Datenbearbeitung.

Viele Teilnehmer waren dieses Jahr zum ersten Mal beim Werkstattgespräch dabei. Besonders beeindruckt waren sie von der Fülle an Information aus erster Hand. So wurden neben den Vorträgen auch dieses Jahr wieder die zahlreichen Gelegenheiten zum Austausch genutzt, um Fragen zu klären und Ideen zu diskutieren. Neben dem Produktmanagement waren hierzu viele Entwickler und Berater von Disy vor Ort, mit denen man direkt ins Gespräch kommen und seine Anforderungen und Ideen diskutieren konnte. Eine optimale Möglichkeit zur Vernetzung mit anderen Partnern bot auch dieses Jahr wieder die Abendveranstaltung, bei der nach Augenzeugenberichten viele Kontaktdaten und E-Mail-Adressen ausgetauscht wurden. Das Highlight der Abendveranstaltung war dann auch dieses Jahr wieder der Auftritt der Band AC/Disy, in der sich inzwischen 12 Disyaner zusammengefunden haben, um ihrem musikalischen Talent Ausdruck zu verleihen. Kundenberater Olaf Nölle und zuletzt auch Geschäftsführer Claus Hofmann feuerten das begeisterte Publikum zu „Ho Hey“ von The Lumineers zum Mitmachen an.

Mitmachen wird es dann auch wieder im Februar 2019 heißen, wenn Disy dann zum 13. Mal einladen wird, um im Rahmen des Werkstattgesprächs wieder auf bewährte Art und Weise „Übersicht. Überall. Über alles.“ rund um den Einsatz von Cadenza zu bieten.