Arbeitsgruppe Cadenza in der Inneren Sicherheit beim LKA Thüringen

Rund 40 Vertreter der Sicherheitsbehörden der Länder und des Bundes trafen sich als Arbeitsgruppe Cadenza in der Inneren Sicherheit beim LKA Thüringen, um sich über die Nutzung von Cadenza in den Informationsarchitekturen auszutauschen.

Linear referenzierte Daten während der Datenintegration verarbeiten

Egal ob zur Lagebilderstellung, Verfolgung von Straftaten, Kriminalitätsbekämpfung, Gefahren- und Terrorabwehr oder zur Aufklärung der Öffentlichkeit: Mitarbeiter von Sicherheitsbehörden müssen tagtäglich mit den vorhandenen Personalressourcen Informationen bündeln und auswerten – eine datenintensive und häufig zeitkritische Herausforderung. Zur Effizienzsteigerung und direkten Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Aufgaben setzen daher immer mehr Sicherheitsbehörden auf ein ganzheitliches polizeiliches Informationsmanagement auf Basis der Plattform Cadenza. Der Mehrwert von Cadenza dabei ist, dass Informationen aus verschiedenen Systemen medienbruchfrei und somit schneller beim Anwender vorliegen, diese ganzheitlich in einem System zum Erkenntnisgewinn herangezogen werden können und dass nebenbei auch der Datenschutz stark verbessert wird.

Inzwischen wurde eine Arbeitsgruppe Cadenza in der Inneren Sicherheit (AG ISi) ins Leben gerufen, in der Neuerungen von Cadenza vorgestellt werden und die Mitarbeiter der Behörden sich untereinander über fachliche Anforderungen rund um das Datenmanagement im Sicherheitssektor abstimmen. Auf Einladung der IT-Koordination der Polizei Thüringen tagte die AG ISi bei diesem zweiten Treffen am 29. und 30. Oktober 2019 in Erfurt beim Landeskriminalamt Thüringen (LKA Thüringen).

Nach dem Grußwort von Jens Kehr, Präsident des Landeskriminalamtes, wurde die neue Analyseplattform der Thüringer Polizei vorgestellt. Das neue Recherche- und Lagedarstellungstool (RLT) basiert auf Cadenza und ermöglicht die flexible Filterung und die grafische Darstellung von Daten aus dem Vorgangsbearbeitungssystem ComVor und dem Einsatzleitsystem ELS. Mit der Inbetriebnahme von RLT stehen jetzt jedem Polizisten räumliche Analysen unter Einbindung der Daten der Geodateninfrastruktur der Thüringer Polizei (GDI-THPol) zur Verfügung.

Eine Behörde stellte ihre neu entwickelte Geodateninfrastruktur (GDI) auf der Basis von frei verfügbaren Komponenten vor, die auch fachliche Dienste wie beispielsweise einen Anonymisierungsdienst zur datenschutzkonformen Visualisierung von Tatorten und Vorgängen anbietet. Darüber hinaus berichteten die Teilnehmer über ihre aktuellen Projektstände und über das polizeiliche Informationsmanagement.

Disy stellte auf der sehr erfolgreichen und informativen Veranstaltung auch neue Cadenza-Funktionen in konkreten Anwendungsszenarien aus der Inneren Sicherheit vor. Unter anderem wurde gezeigt, wie einfach der Anwender seine eigenen Verfahrensdaten mit den Daten der GDI in Beziehung setzen kann, wie strategische Analysen zur Erkennung von Zusammenhängen mehrerer Fälle ermöglicht werden und wie das kollaborative Arbeiten ohne Medienbrüche von der Erfassung über den Auswerter bzw. Analysten bis zum Ermittler intuitiv schon heute unterstützt wird.

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