Viel Spaß und tolle Ergebnisse beim vierten Disy-Hackathon

Ende Juli war es soweit: Über 30 Lösungsentwickler und Berater tüftelten bis nachts an Fragestellungen rund um die Cadenza-Plattform und entwickelten Ideen für erweiterte Cloud-Fähigkeiten und die Darstellung von Echtzeit-Karten.

Inzwischen ist es Tradition, dass Disy im Sommer einen internen Hackathon veranstaltet. Zwei Tage Zeit, um sich zu einem selbstgewählten Thema intensiv mit der Cadenza-Plattform zu beschäftigen, über den Tellerrand des Arbeitsalltages zu blicken und zusammen im Team Ideen zu testen und praktikable Lösungen zu entwickeln – diesen Freiraum wissen die Disy-Mitarbeiter sehr zu schätzen. Er wird genutzt, um neue Ideen und technische Ansätze auszuprobieren, die als Innovationen den Produkten und Dienstleistungen von Disy zu Gute kommen. Da sich die Kernentwickler in diesem Jahr bei der von Disy organisierten Entwicklerkonferenz Accento engagieren, waren die Mitarbeiter der Beratung und Lösungsentwicklung unter sich.

„Es hat viel Spaß gemacht zuzusehen, welche Dynamik in den Teams beim Arbeiten entstanden ist“, schwärmt Dr. Johannes Kutterer, der in diesem Jahr den Lösungs-Hackathon organisiert hat. „Das Lösungsteam bei Disy hat sich in den letzten eineinhalb Jahren fast verdoppelt. Für viele der neuen Kollegen war es der erste Hackathon überhaupt und nebenbei eine klasse Möglichkeit, die Teamkollegen besser kennenzulernen. Die Vorfreude auf den Hackathon habe ich schon im Vorfeld bei allen gespürt: Jeder hat sich bei der Themenfindung und Teambildung engagiert, die nur durch die Mitarbeiterwünsche getrieben wurden.“ So hatten sich im Vorfeld insgesamt vier Teams mit ganz unterschiedlichen Themengebieten gebildet.

Das Team „Cadenza for CloudNatives“ hat den Hackathon genutzt, um den Betrieb von Cadenza in der Zukunft zu denken: Wie lässt sich Cadenza effizient betreiben, wenn die Plattform in immer größer werdenden Infrastrukturen installiert wird, die Anwenderzahlen stetig steigen und wenn die Anwendung für viele verschiedene Anwendungsfälle gleichzeitig genutzt wird? Was muss zukünftig in Betriebskonzepten berücksichtigt werden?

Die Cadenza-Plattform ist zwar bereits heute Cloud-fähig, aber es gibt noch viele Möglichkeiten, durch den Betrieb in der Cloud die Stärken von Cadenza auszureizen. Deshalb erprobte das Team zum einen innovative Ansätze zur automatischen Konfiguration von Cadenza in unterschiedlichen Umgebungen und zum anderen, wie sich die Lastverteilung und das automatische Logging am besten organisieren lassen.

 

 

Ein zweites Team ging unter dem Arbeitstitel „Aber das hat gestern noch funktioniert“ Datenbankproblemen wie defekten Views, fehlerhaften Funktionen und Prozeduren sowie zu langsamen Prozessen auf den Grund. Das Team hat neue Ansätze für Unit-Tests und Performance-Analysen in der Datenbank auf Herz und Nieren getestet. Unter anderem wurde das Unit-Testing-Framework utPLSQL, das bei der Erstellung sowie bei der Ausführung und Auswertung von Unit-Tests von SQL-Routinen unterstützen kann, in der Tiefe untersucht. Nach intensiven Tests und Vergleichen kam das Team zu dem Ergebnis, dass dieses Framework Mehrwerte beim Testen bietet und die Disy-Routinen zukünftig erweitern soll.

 

 

Mit Ansätzen zur Echtzeit-Kartendarstellung hat sich das Team „SPACEtial Engineering“ beschäftigt. In Cadenza gibt es in der Kartendarstellung verschiedene Möglichkeiten für die Abbildung von sich bewegenden Objekten. Deshalb hat das Team über einen Verarbeitungsworkflow Livestreams mit geotemporalen Zeitreihen in Cadenza eingebunden. Als Anwendungsbeispiel wählten sie die Planung einer fiktiven Raummission, die die Position der Raumstation ISS nach Cadenza übertrug und die aktuelle Distanz zum Disy-Standort Karlsruhe berechnete.

 

 

Das Team „Black Cadenza Stories“ hat gleich eine ganze Geschichte rund um die neuen Cadenza-Funktionalitäten entwickelt. In Anlehnung an die bekannte Kartenspiel-Serie „Black Stories“ mit kniffligen und morbiden Geschichten musste das Ermittlungsteam herausfinden, wie der Papagei, der in Pappelau bei Blaubeuren auf der Autobahn A5 überfahren wurde, überhaupt nach Deutschland gekommen ist. Bei ihrer Ermittlungsarbeit setzten sie für die Analyse auf die Stärken von Cadenza: dynamische Fotodarstellung, Heatmap, Datenfilter, Timeslider, Zeitreihen-Analyse, Umkreissuche, OLAP und noch vieles mehr. Dass das Team viel Freude bei der Arbeit hatte, kam auch beim Publikum rüber: Das Team hat die Ergebnisse nicht einfach nur präsentiert, sondern als sehr unterhaltsames Theaterstück inszeniert.

 

Die Fachjury, die sich dieses Jahr aus Geschäftsführung, Produktmanagement, Vertrieb und Marketing zusammensetzte, hatte es bei diesen Arbeitsergebnissen nicht einfach und entschied sich dann knapp für das Team „Cadenza for CloudNatives“. Der Publikumspreis indes ging an das Team „Black Cadenza Stories“ – schon alleine wegen der tollen Performance. Beide Teams gewannen übrigens ein Teamevent im Escape Room – mal sehen, ob sie da ohne Cadenza wieder rauskommen.

„Es war wieder faszinierend zu sehen, welche tollen Ergebnisse in diesem kurzen Zeitraum erarbeitet wurden und wie groß die fachliche Bandbreite bei unseren Beratern und Lösungsentwicklern ist“, fasst Johannes Kutterer seine Eindrücke dieser zwei Tage zusammen. „Ich glaube, ich spreche allen Teilnehmern aus dem Herzen, wenn ich sage, dass Disy im nächsten Jahr unbedingt wieder einen Hackathon veranstalten sollte.“