1. Workshop „Künstliche Intelligenz in der Umweltinformatik“ (KIU-2020)

Im Rahmen der 50. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) findet der 1. Workshop „Künstliche Intelligenz in der Umweltinformatik” (KIU-2020) statt. KI-Experten sind aufgerufen bis zum 19. April 2020 Papers einzureichen.

Workshop „Künstliche Intelligenz in der Umweltinformatik"

Im Rahmen der 50. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) findet der 1. Workshop „Künstliche Intelligenz in der Umweltinformatik” (KIU-2020) statt. Forscher, Entwickler und Anwender sind eingeladen, ihre Fragestellungen, Lösungsansätze und Ergebnisse zu intelligenten IT-Ansätzen für Umweltanwendungen zu diskutieren.

Die Tagung findet vom 29. September bis zum 1. Oktober 2020 im Kongresszentrum Karlsruhe statt. Die Tagung bietet eine Reihe von Workshops zu verschiedenen Themen der Informatik. Die Disy Informationssysteme GmbH (Dr. Andreas Abecker und Dr. Julian Bruns) hat zusammen mit dem Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier (Prof. Dr. Stefan Naumann) den ersten Workshop zum Thema „Künstliche Intelligenz in der Umweltinformatik” (KIU-2020) ausgeschrieben.

Fragestellungen der Umweltinformatik

Die Umweltinformatik befasst sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten. Aus informationstechnologischer Sicht spielen dabei beispielsweise Simulationen komplexer Systeme, Geographische Informationssysteme (GIS) und räumliche Datenanalyse, Messnetze und Sensordatenverarbeitung sowie Fernerkundung und Bildverarbeitung eine große Rolle. Außer in der Wissenschaft findet die Umweltinformatik ihre wichtigsten Anwendungen in der öffentlichen Verwaltung (Natur- und Umweltschutz, Umweltdatenportale, Katastrophenschutz, Verbraucherschutz, Wassermanagement etc.), aber auch in der Wirtschaft (betriebliche Umweltinformationssysteme). Enge Bezüge und teilweise Überlappungen ergeben sich auch zur Agrar-, zur Hydro-, zur Energie- und zur Gesundheitsinformatik sowie im Bereich Green IT.


KI-Methoden und KI-Technologien in der Umweltinformatik anwenden

Die Umweltinformatik betrachtet in aller Regel sehr komplexe Prozesse in Ökosystemen, deren Verhalten (noch) nicht vollständig bekannt und verstanden ist, deren Verhalten nur approximativ oder vereinfachend modelliert, simuliert oder vorhergesagt werden kann und bei deren Beobachtung häufig relevante Größen unbekannt sind oder nur geschätzt werden können. Zusätzlich müssen bei der Betrachtung von Ökosystemen noch weitere Systeme, die aus Informatiksicht nicht einfach zu behandeln sind, wie z. B. Wetter, betrachtet werden, da diese ebenfalls direkte und indirekte Einflüsse ausüben. Entscheidungen in Anwendungsfällen (wie z. B. Planungsverfahren, Notfallmanagement, Politikgestaltung) sind in der Regel schwierige Abwägungen und erfordern Fach- und Erfahrungswissen. Die entsprechenden Fragestellungen haben vielfältige Wechselwirkungen zu hoch aktuellen und enorm wichtigen Themen wie z. B. Klimawandel, Energiewende, Biodiversität und Nachhaltigkeit, aber auch zu Technologietrends wie Smart Cities, Smart Agriculture oder Smart Grids. Die Anwendung von Methoden und Technologien der Künstlichen Intelligenz (KI) drängt sich also auf.


Keynote-Speaker für Big Geospatial Data Management bei KIU-2020

Die Keynote der KIU-2020 wird Prof. Dr. Martin Werner halten. Prof. Dr. Werner hat seit April 2020 die Professur für Big Geospatial Data Management an der Fakultät für Luftfahrt, Raumfahrt und Geodäsie der Technischen Universität München (TUM) inne. In seiner Forschung befasst er sich hauptsächlich mit Methoden der Erfassung, Organisation, Kompression, Analyse und Visualisierung von geometrischen oder geografischen Daten in großen Skalen.


Call for Papers für Workshop KIU-2020 endet am 19. April 2020

Bis zum 19. April 2020 können Beiträge als Short oder Full Papers eingereicht und als Vortrag oder Poster vorgestellt werden. Der Workshop richtet sich an Forschende, Lösungsanbieter und an Anwender aus Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung. Thematisch sind alle Gebiete der KI und der Umweltanwendungen zur Teilnahme aufgefordert. Alle weiteren Informationen für die Einreichung sind auf der Webseite www.umwelt-ki.de zu finden.