BigGIS – Nutzen ziehen aus der wachsenden Geodatenflut

Wenn Datenmengen weiter wachsen, kontinuierlich aktualisieren, verschiedene Strukturen haben und unvollständig sind, dann kommen wir in Bereiche, die mit traditionellen Mitteln des Datenmanagements nicht mehr effizient lösbar sind. Deshalb fördert das BMBF im Forschungsprojekt BigGIS die Entwicklung innovativer und praxistauglicher Lösungsansätze.

BigGIS – Nutzen ziehen aus der wachsenden Geodatenflut

BigGIS – Nutzen ziehen aus der wachsenden Geodatenflut

Unter dem Begriff Big Data entwickelt sich aktuell ein neuer Forschungs- und Geschäftszweig, der sich mit Lösungen zu Fragestellungen einer neuen Dimension an Daten beschäftigt. Üblicherweise spricht man dabei von den 3 „V´s“ (Volume, Variety, Velocity) und manchmal auch von den 4 „V´s“ (zusätzlich Veracity), die die Dimension und Komplexität dieser Daten ausmachen.

In jüngerer Zeit wird auch von GIS-Architekturen erwartet, dass sie rapide anwachsende Datenmengen im Tera- bis Petabytebereich an Archivdaten und aktuellen Fernerkundungsdaten zusammen mit vielfältigen Geodaten, historischen und aktuellen Sensordaten (Zeitreihendaten) und Meldungen von Bürgern integrieren und zeitnah nutzbar machen. Weitere Quellen großer Mengen an georeferenzierten Daten sind immer preisgünstigere und vielfältigere Sensordaten jeder Art, Trajektorien von Mobiltelefonen bzw. allgemeiner GPS-Geräte inkl. PKW/LKW, Fernerkundungsergebnisse von Drohnen etc. oder auch Simulationsergebnisse, z. B. globaler Klimarechenmodelle. Anwendungsfelder solcher Spatial Big Data sind vielfältig. Sie umfassen beispielsweise die Präzisionslandwirtschaft, Smart Cities, Industrie 4.0, aber auch den Katastrophenschutz (Frühwarnung und Recovery im Katastrophenfall).