Cadenza Mobile NG – die Next Generation mobiler GIS-Anwendungen

Vor drei Jahren hat Disy mit Cadenza Mobile die mobile Technologie in die Cadenza Plattform integriert. In Kürze steht mit Cadenza Mobile NG die grundlegend überarbeitete Version in den Stores von Google und Apple bereit.

Cadenza Mobile NG – die Next Generation mobiler GIS-Anwendungen

Cadenza Mobile NG – die Next Generation mobiler GIS-Anwendungen

Im Zuge der digitalen Transformation des Arbeitslebens sind es gerade die mobilen Technologien, die mit Innovationstempo die Art und Weise verändern, wie wir auf Daten zugreifen. Für Cadenza ist dieser Trend Verpflichtung und Herausforderung zugleich. Cadenza will den Zugriff und die Auswertung raumbezogener Informationen in der gesamten Organisation optimieren. Dabei spielt die nahtlose Integration mobiler Endgeräte eine wichtige Rolle. Nutzer von Geodaten sind viel unterwegs, um „ihre“ geografischen Objekte vor Ort zu erfassen. Der mobile Zugriff auf Informationen ist daher mit großem Effizienzgewinn verbunden. 
Deshalb haben wir vor drei Jahren eine mobile Lösung für die Cadenza Plattform entwickelt und Cadenza Mobile als neue Technologie parallel zu Cadenza Desktop und Cadenza Web eingeführt. Wichtig war uns dabei die direkte Unterstützung der marktführenden Plattformen für Mobilgeräte, iOS und Android, als native Apps sowie die optimale Ausnutzung der Ressourcen auf dem Gerät.

Wir haben viel Energie investiert, um die Informationen auch offline verfügbar zu machen – ein Muss für professionelles Arbeiten. Jetzt steht in Kürze mit Cadenza Mobile NG – NG steht für Next Generation – eine grundlegend überarbeitete und erweiterte Version der Technologie in den App Stores von Google und Apple bereit. Was bringt die neue Version für Möglichkeiten mit, die den großen Namen „Next Generation“ rechtfertigen?

Cadenza Mobile NG unterstützt die Touchbedienung mit Daumen auf allen Gerätetypen
Die erste Generation von Cadenza Mobile war ausschließlich auf Tabletgeräten nutzbar und in der Bedienung für große Displays optimiert. Inzwischen gibt es eine Gerätevielfalt in allen erdenklichen Displaygrößen und Leistungsfähigkeiten. Die grafische Benutzeroberfläche von Cadenza Mobile NG wurde daher grundlegend überarbeitet, damit sie mit jeder Displaygröße umgehen kann – auch mit der Größe eines Smartphones.

Eine große Herausforderung für die Cadenza Mobile-Entwickler war der Umbau der Benutzerführung, die sich bisher an Desktop- und mausorientierten Anwendungen mit einer Mindestanzeigegröße orientierte. Deshalb entwickelten sie für Cadenza Mobile NG neue auf Touchbedienung ausgelegte Konzepte und Bedienparadigmen. So erfordert die beschränkte Displaygröße von Smartphones eine andere Darstellung tabellarischer Informationen. Aber nicht nur die Darstellung muss anders sein, sondern auch die Bedienung. Während das Smartphone überwiegend in einer Hand gehalten und mit Daumen bedient wird, wird das Tablet beidhändig gehalten und mit Zeigefinger bedient.

Wir haben über ein Jahr mit den unterschiedlichen Randbedingungen experimentiert und eine moderne GUI konzipiert, die sich auf allen Gerätetypen gut anfühlt. Dabei ging es nicht nur um Standardbedienelemente wie Menüs und Auswahlelemente, sondern auch um den intuitiven Umgang mit interaktiven Karten. Die neue Benutzerführung bietet gleichzeitig mehr Flexibilität, indem man bei der Erfassung  von Geometrien jederzeit zwischen der Geometrie- und Sachdatenbearbeitung umschalten kann.

Cadenza Mobile NG unterstützt nun auch Vektordaten

Die zweite Innovation von Cadenza Mobile NG ist die Unterstützung von Vektordaten. Bisher hat Cadenza Mobile aus Raster- und Vektordaten beim Exportprozess auf dem Desktop sogenannte Raster-Tiles generiert, die auf das Mobilgerät übertragen wurden. Dadurch konnten auch schwache Mobilgeräte komplexe Karten performant anzeigen. Durch die grafische Zusammenführung vieler Kartenthemen in ein Mobilthema wurden Exportprozess und Bedienung auf dem Mobilgerät vereinfacht. Nachteilig bei diesem Verfahren sind jedoch die zeitliche Dauer des Exports und die Dateigröße der Mobilkarte.

Da aktuelle Mobilgeräte hinsichtlich ihrer Prozessor- und Grafikfähigkeiten enorm leistungsfähig sind, besitzen sie auch genügend Performance, um komplexe Karten „on the fly“ auf dem Gerät zu zeichnen. Das eröffnet für Cadenza Mobile NG die Möglichkeit, neben dem bisherigen Verfahren auch Vektorthemen nativ auf das Mobilgerät zu exportieren und dort zu rendern. Der Benutzer kann jetzt beim Export pro Vektorthema entscheiden, ob Raster-Tiles oder Vektorgeometrien exportiert werden sollen. 

Für den Vektorexport setzen wir auf neue Technologien. Die Geometrien und die Sachdaten werden in eine SQLite/SpatiaLite-Datenbank exportiert. Weiterhin wird zur Beschreibung der im Thema eingestellten Kartensignatur eine sogenannte Styled Layer Description (SLD) generiert. SLD ist ein offenes, von der OGC standardisiertes Format, um Kartensignaturen zu definieren. Beides landet in der Mobilkarte und wird so auf das Mobilgerät übertragen. Die neue App hat jetzt mit SpatiaLite eine voll SQL- und GeoSQL-fähige Datenbank eingebaut. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung der bekannten SQLite-Datenbank, die industrieweit breit im Einsatz ist. In Mobilkarten exportierte Vektorthemen werden in die SQLite/SpatiaLite-Datenbank „eingehängt“ und sind so für die App als Tabellen und über GeoSQL-Aufrufe nutzbar. Diese Technologie eröffnet ein breites Spektrum an neuen Einsatzmöglichkeiten. So ist es zukünftig beispielsweise bei Fachanwendungen möglich, komplexe Datenmodelle in die Mobilkarte zu exportieren und die mobile Datenpflege optimal zu unterstützen.

Weitere Neuerungen in der App

Neben diesen zwei Haupinnovationen wurde in der App die Grafikausgabe überarbeitet, so dass die Geometrien zusammen mit den zugehörigen SLD-Beschreibungen dynamisch in das Kartenbild gerendert werden können. Das Verfahren hat einen weiteren Vorteil: Hochwertige Mobilgeräte besitzen oft höher aufgelöste Displays als Desktop-Bildschirme. Da nun die App die Vektorthemen direkt in der Displayauflösung rendert, ist das generierte Kartenbild schärfer als das Kartenbild auf dem Desktopbildschirm. 

Weitere Überarbeitungen bei Cadenza Mobile NG vereinfachen den Exportprozess und den Umgang mit den Mobilkarten. Die Erzeugung von Mobilkarten wird durch eine intelligente Vorbelegung der Exporteinstellung vereinfacht. Die Themenliste in der App zeigt jetzt auch die zugehörenden Legendenbilder an.

Zusammenspiel der Versionen

Cadenza Mobile NG wird in Kürze in den Stores von Google und Apple verfügbar sein. Die bisherige App „Cadenza Mobile GIS 2go“ ist weiterhin nutzbar und bleibt für eine Übergangszeit auch parallel zu der neuen App in den Stores verfügbar. Da die Kernfunktionen der neuen App aus der bisherigen übernommen wurden, ist die neue App abwärtskompatibel. Alle für die bisherige App erzeugten Mobilkarten können auch in der neuen App genutzt werden. Somit können Sie die neue App gleich ausprobieren. Um die neuen Möglichkeiten des Vektorexports nutzen zu können, benötigen Sie neben der App auch die aktuelle Version 2015 von Cadenza Desktop. Die neue App bietet mit wenigen Ausnahmen das gleiche funktionale Spektrum wie die bisherige App. Auch der Zugriff auf den Mobile Server, über den Mobilkarten und Änderungsdateien mit dem Desktop ausgetauscht werden können, und die dort gespeicherten Karten funktionierten mit der App.

Wir sind stolz auf diesen Generationswechsel. Erste Erfahrungen bestätigen, dass uns ein großer Schritt gelungen ist, der die Nutzung der Mobiltechnologie deutlich vereinfacht und mehr Anwender in die Lage versetzt, diese Innovation praktisch zu nutzen. Über die nachfolgend aufgeführten Screenshots können Sie sich ein Bild von der neuen Benutzeroberfläche machen. Die erste Bilderreihe zeigt Szenarien auf dem Smartphone, die zweite Reihe die gleichen Szenarien auf einem Tablet.

 

Weitere Informationen

Cadenza Mobile
Die aktuelle App "Cadenza Mobile GIS 2go" im Apple App Store
Die aktuelle App "Cadenza Mobile GIS 2go" im Google Play Store