Disy 2025: Meilensteine, Partnerschaften & Digitale Souveränität
Geschäftsführer Claus Hofmann und Chief Business Officer Marcus Briesen im Interview
2025 war für Disy ein Jahr voller Veränderungen – mit neuen Projekten, technologischen Entwicklungen und engen Partnerschaften. Im Jahresrückblick berichten Geschäftsführer Claus Hofmann und Chief Business Officer Marcus Briesen, welche Entwicklungen für sie besonders prägend waren und auf welche Fortschritte sie stolz zurückblicken. Und natürlich, welche Rolle Kaffee dabei gespielt hat.
Wenn ihr auf das Jahr zurückblickt – was waren für euch besonders prägende Erlebnisse?
Claus Hofmann: Für mich war 2025 ein weiteres Jahr, das stark von Veränderungen geprägt war: im Markt, bei unseren Kund:innen und auch in unseren eigenen Arbeitsweisen. Nach den besonderen Herausforderungen der öffentlichen Haushalte der letzten Jahre ist wieder etwas Normalität eingekehrt. Es war schön zu sehen, wie unser Team mit dieser Dynamik umgeht: pragmatisch, offen und mit einer großen Bereitschaft, sich auf neue technologische und organisatorische Anforderungen einzulassen. Gleichzeitig wurde deutlicher denn je, wie zentral Themen wie Digitale Souveränität oder Resilienz in unserem Umfeld geworden sind. Diese Klarheit im Markt und die Art, wie wir intern damit umgehen, sind für mich die stärksten Eindrücke des Jahres.
Marcus Briesen: Besonders prägend für mich war, wie viel Energie entsteht, wenn wir uns stärker vernetzen. 2025 waren wir nicht nur technisch in Bewegung, sondern auch als Teil eines größeren Netzwerkes – neue Partnerschaften und Allianzen haben gezeigt: Digitale Souveränität erreicht man nicht allein. Gleichzeitig hat sich unsere Rolle bei Kund:innen gewandelt. Viele sehen uns heute nicht nur als technischen Partner, sondern auch als jemanden, der Haltung zeigt. Themen wie Digitale Souveränität, Resilienz und KI gewinnen dadurch konkrete Relevanz. Die Stärke vom deutschen IT-Mittelstand wird wieder mehr gesucht und geschätzt.
Welche Entwicklungen haben Disy in diesem Jahr besonders geprägt – und worauf seid ihr dabei besonders stolz?
Claus Hofmann: Mich macht stolz, dass wir disy Cadenza nicht nur im Funktionsumfang deutlich weiterentwickelt haben, sondern dabei immer im Blick hatten, wie Menschen tatsächlich damit arbeiten. Usability, Barrierefreiheit, ein klarer Fokus auf den Alltag unserer Nutzer:innen. Für mich war zudem prägend, wie klar sichtbar wurde, dass Datenkultur überall ein Thema ist. In vielen Projekten haben wir gesehen: Es geht nicht nur um Tools, sondern darum, wie Menschen mit Daten umgehen, wie offen sie sind, wie sie Entscheidungen treffen.
Marcus Briesen: Für mich war in diesem Jahr vor allem sichtbar, wie viele unserer Gespräche mit Kund:innen sich darum drehen, wie man in einem zunehmend komplexen Umfeld arbeitsfähig bleibt und auf verlässliche Strukturen setzen kann. Ich bin stolz, dass disy Cadenza als Produkt spürbar immer mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung in Deutschland bekommt. Mit RiskPlus – einem Rund-um-Sorglos-Produkt zum einfachen Reporting für diverser Trinkwasserrichtlinien – haben wir sehr erfolgreich ein SAAS-Produkt im KRITIS platziert. Wir konnten mehreren hundert Kunden überzeugen, denen wir die Arbeit massiv vereinfachen.
Gab es ein Projekt oder eine Initiative, die ihr rückblickend als Meilenstein bezeichnen würdet?
Marcus Briesen: Wenn ich auf das Jahr zurückblicke, gab es nicht den einen Meilenstein, sondern mehrere Entwicklungen, die für uns wichtig waren. Dazu gehören Projekte, bei denen wir gemeinsam mit Kund:innen sehr konkrete Fortschritte erzielt haben – etwa im Bereich intelligenter Risikobewertung oder bei großen Lizenzvereinbarungen, die die Nutzung unserer Lösungen im ganzen Land erleichtern. Aufbauen auf den Erfahrungen unseres ersten SAAS-Produktes bieten wir in verschiedenen souveränen Cloud-Umgebungen disy Cadenza as a Service. Denn der lange angekündigte Fachkräftemangel kommt bei unseren Kund:innen immer stärker an. Ich habe auf dem Werkstattgespräch 2025 gesagt, dass bei vielen Projekten > 30% des Budgets in Betriebsthemen fließt. Hier tragen unsere Cloud-Anstrengungen bereits nachweisbar Früchte in konkreten Kosteneinsparungen.
Claus Hofmann: Ein weiterer Meilenstein war die Zusammenarbeit mit unseren Partnern. Das fühlt sich nicht nach „klassischer Partnerstrategie“ an, sondern nach echten Allianzen, die uns helfen, das richtige Ökosystem für Datenanalyse und Digitale Souveränität aufzubauen.
Welche Themen standen in Gesprächen mit Kunden dieses Jahr besonders im Vordergrund?
Marcus Briesen: Ganz klar standen Künstliche Intelligenz, Cloud und Datenstrategien im Fokus – immer verbunden mit der Frage, wie man diese Themen sicher und souverän in bestehende Strukturen integriert. Viele Kunden wollen nicht alles neu bauen, sondern das Bestehende stärken und weiterentwickeln. Dabei wurde deutlich: Neben den „neuen“ Themen bleiben auch klassische Herausforderungen zentral. Denn ohne solide Datengrundlagen liefert selbst die beste KI nur unzuverlässige Ergebnisse. Außerdem müssen wir alle Menschen mitnehmen.
Claus Hofmann: Für unsere Kund:innen ist der praktische Nutzen entscheidend und wir sind mit vielen in einem engen Austausch und diskutieren gemeinsam über die Fragen: Wie hilft die Lösung konkret im Alltag? Wie entlastet sie Fachkräfte, wie verbessert und beschleunigt sie Entscheidungen? So entwickelt sich disy Cadenza ganz nah den praktischen Kunden-bedarfen. Unser Ansatz, Analyse, Visualisierung und Datenorganisation nahtlos zu verbinden – ganz ohne Programmierung – kommt besonders gut an. Gleichzeitig geht es darum, Zusammenarbeit und Datennutzung innerhalb der Organisationen zu stärken. Nur wer Daten konsequent pflegt, strukturiert und zugänglich macht, kann die Potenziale von KI, Cloud oder datengetriebenen Strategien wirklich ausschöpfen.
Worauf freut ihr euch besonders im kommenden Jahr?
Claus Hofmann: Ich freue mich auf die nächsten Schritte mit disy Cadenza und darauf, gemeinsam mit Partnern weiter daran zu arbeiten, wie Digitale Souveränität in Europa konkret gestaltet werden kann. Dabei geht es nicht nur um Technologie, sondern auch darum, ein Ökosystem zu schaffen, das Verwaltungen wirklich stärkt, sichere und souveräne Lösungen bietet und langfristige Zusammenarbeit fördert.
Marcus Briesen: Es wird Anfang des Jahres ein paar sehr spannende News von uns geben – ich will hier aber noch nicht spoilern. Besonders freue ich mich auf die Initiativen, die wir mit einigen Partnern gerade auf den Weg bringen. Wir merken gerade, wie das Thema der europäischen Unabhängigkeit ein neues Selbstbewusstsein und neuen Teamgeist in der deutschen IT-Landschaft entstehen lässt. Zumindest in unserer Blase gibt es fast Aufbruchsstimmung. Nach der miesen Stimmung aus den vergangenen Jahren, der Schockstarre aufgrund der Zeitenwende, wächst gerade wieder mehr die Lust am Gestalten. Ich glaube das wird ein sehr spannendes Jahr.
Zum Abschluss noch eine etwas persönlichere Frage: Was habt ihr 2025 eigentlich öfter gebraucht – Kaffeetassen oder Whiteboards?
Marcus Briesen: Ich spüre bei uns seit ein paar Monaten eine neue Lust auf echte Begegnungen. Auch wenn ich es tatsächlich fast verlernt habe, so habe ich mir doch vorgenommen mich nächstes Jahr öfter ans Whiteboard zu stellen!
Claus Hofmann: Erfolg gelingt nur gemeinsam - ein lockerer Austausch in der Kaffeeküche mit der Kaffeetasse in der Hand ist ein guter Katalysator dafür.