Disys erster Remote-Hackathon mit beeindruckenden Ergebnissen

Kurz vor Weihnachten haben wir bei Disy unseren ersten Remote-Hackathon mit dem passenden Titel „Happy X-mas organisiert.

Disys erster Remote-Hackathon mit beeindruckenden Ergebnissen

Fast 50 Disyaner*Innen, die sich in acht Teams zusammenfanden, tüftelten zwei Tage lang völlig frei an ihren Ideen. Dabei mussten nicht zwingend fertige Ergebnisse entstehen; viel wichtiger waren die kreativen Ideen und Impulse, die während der intensiven Auseinandersetzung mit einem Thema und der engen Zusammenarbeit untereinander entstanden. Zwar war dies der fünfte Disy-Hackathon, aber der erste, der vollständig digital und remote stattfand.

Mit Gather.town Disy virtuell nachgebaut

Natürlich war die Zusammenarbeit von zu Hause aus eine besondere Herausforderung. Um nicht einfach nur in Web-Meetings zusammenzuarbeiten wurde ein Tool gesucht, welches das „Hackathon-Feeling“ bestmöglich nachahmen konnte. Mit Gather.town, einem Online-Tool für Meetings in größeren Gruppen, wurde das gesamte Büro von Disy auf die digitale Welt projiziert. Das bedeutet: Alle hatten einen Avatar, mit dem man durch das digitale Disy-Büro laufen konnte. Die Präzision war verblüffend: sogar die spezielle Büro-Einrichtung wurde liebevoll eingepflegt. Einen Eindruck davon gewinnt man in Abbildung 1.

Online Tool zur digitalen Darstellung des Disy-Büros

Abb. 1: Virtuelles Disy

Selbstbestimmte Organisation

Remote-Zusammenarbeit in kleinen Teams über Zoom und Gather.Town

Abb. 2: Arbeiten in kleinen Teams

Nach einem kurzen gemeinsamen Kick-off-Meeting wurden die Teams sich selbst überlassen. Über zwei Tage galt die selbstbestimmte, teaminterne Organisation (Abbildung 2).

Kleinere Zwischentreffen in der großen Runde erlaubten es den Teams jedoch, Einblicke in die Entwicklungsstände der Projekte anderer Teams zu erhaschen.

Facettenreiche Abschlusspräsentationen

In den Abschlusspräsentationen überraschten die Teams mit ihren vielseitigen Ergebnissen: von theoretischen Themen über die smarte Nutzung von Cadenza für eher unkonventionelle Themen bis hin zum automatisierten Repository-Tester für Cadenza Web. Die Themen im Überblick:

  • Cadenza Hashtag-Maps Automatisierter Import von Twitter-Daten in eine Datenbank und Visualisierung in einer Karte in Cadenza.
  • Graphendatenbanken in Cadenza Theorie zu Graphendatenbanken und Projektion auf Nutzung im Disy-Alltag.
  • DFP – Disy-Food-Planner Entwicklung eines ganzheitlichen Prozesses zur Nutzung von Cadenza Web für das automatisierte Bestellen des Mittagessens.
  • Covid-19 Demo-Repository Covid-19-Daten in Cadenza visualisieren und auswerten: Gegenüberstellen von Fallzahlen und Daten zu gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen.
  • DRP – Ressourcenplanung 2021 Automatisierte und vereinfachte Disy-interne Ressourcenplanung mit Hilfe von Cadenza.
  • Octava – smarter Repository-Tester Tool für automatisierte Repository-Tests.
  • Workbooks „Disy-Mitarbeiter*Innen“ (basierend auf Cadenza) Ansprechende Darstellung von Disy-internen Mitarbeiterdaten in Cadenza Workbooks mit automatisierter Datenaktualisierung.
  • Gero goes Apex – Generischer Testdaten-Generator Entwicklung eines generischen Testdaten-Generators.

Eine Jury, bestehend aus ausgewählten Disy-Urgesteinen, hatte die Qual der Wahl: Wer sollten die Sieger*Innen des fünften Disy-Hackathons werden? Die Entscheidung fiel sicher nicht leicht. Auch alle Disy-Mitarbeiter durften ihre Stimme anonym abgeben — somit würde es zwei Sieger geben.

Siegerehrung im Rahmen der Disy-Weihnachtsfeier

Auf unserer Weihnachtsfeier, die dieses Jahr natürlich auch virtuell stattfand, wurden die Siegenden geehrt. Der Jurypreis ging an das Team „Graphendatenbanken in Cadenza“. Das Team hatte sich zum Ziel gesetzt zu verstehen, was Graphendatenbanken sind und wie diese bei Disy angewendet werden könnten. Im Rahmen ihres Projekts definierte das Team unter anderem einige Use-Cases, wie beispielsweise aus dem Verbraucherschutz die Warenrückverfolgung von faulen Eiern im Supermarkt. Die Kolleginnen und Kollegen gingen sogar noch einen Schritt weiter: Sie spielten ein Modell in eine Datenbank, stellten die Daten in Cadenza dar und konnten so die Vorteile einer Graphendatenbank praktisch erarbeiten und testen. Das finale Ergebnis war eine programmierte Erweiterung für Cadenza.

Die Mitarbeitenden kürten wiederum ein anderes Team zum Publikumsliebling: Oktava, einen automatisierten Repository-Tester.

Ein Sonderpreis wurde an das Team „Covid-19 Demo-Repository“ vergeben. Das Team erstellte ein Repository, in welchem den Corona-Infektionszahlen alltägliche Themen gegenübergestellt wurden. Durch die in eine Datenbank eingespielten und in Cadenza visualisierten Daten konnten die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus identifiziert werden. Die Veränderung der Mobilität und die steigende Nachfrage nach gewissen Konsumgütern zu bestimmten Zeiten sind spannende Beispiele dafür. Mehr zu diesem Thema können Sie in unserem Demo-Beitrag nachlesen.

Sowohl für die Disy-Mitarbeiter*Innen als auch für Disy als Unternehmen ist der Hackathon jedes Jahr aufs Neue eine Bereicherung. Die Disyaner*Innen können aktiv an der zukünftigen Gestaltung von Disy mitwirken und gleichzeitig der Kreativität freien Lauf lassen. Die Ergebnisse und neuen Ansätze eignen sich außerdem zur späteren Weiterverarbeitung oder geben auch einfach ganz neue, erfrischende Denkanstöße.

Insgesamt wurden alle Teams für ihre herausragenden Ergebnisse und ihre großartige Einsatzbereitschaft mehrfach gelobt. Alle Teilnehmer*Innen des Hackathons haben bewiesen, dass trotz der Remote-Arbeit den Disyaner*Innen keine Grenzen gesetzt sind. In jedem Fall steht eines fest: Der nächste Hackathon wird stattfinden. Sei es remote oder doch wieder live vor Ort.