Wie Diagramme dabei helfen, Zahlen verständlich zu präsentieren

Analysierte Ergebnisse lassen sich anschaulich durch Diagramme darstellen. Cadenza unterstützt Sie mit leicht zugänglichen Visualisierungen mit einer Fülle an Einstellungsmöglichkeiten und öffnet die Tür zur kompletten Darstellungsvielfalt.

Wie Diagramme dabei helfen, Zahlen verständlich zu präsentieren

Diagramme als grafische Darstellung tabellarischer Daten vermitteln Informationen meist besser als reine Zahlendarstellungen. Um tabellarische Zahlen anschaulich zu präsentieren, können Sie sich beim Arbeiten mit Cadenza zwischen verschiedenen Diagrammtypen entscheiden. Sie bestimmen zudem, in welchem Zusammenhang das Diagramm eingesetzt werden soll – sprich als reines Geschäftsdiagramm, wie man es aus dem kaufmännischen Bereich, der Statistik u. Ä. kennt, oder als Kartendiagramm – ein Diagramm, dessen Datenbasis geografische Bezüge beinhaltet, und deshalb in der Kartenansicht integriert ist. Doch welche Visualisierung ist für die eigene Auswertung die am besten geeignete und welche sind in Cadenza verfügbar? Wir stellen Ihnen im Folgenden die am häufigsten eingesetzten Diagrammtypen in Cadenza und ihre möglichen Einsatzgebiete vor.

Mit Diagrammen können Sie Werte aller Art zueinander in Beziehung setzen und grafisch darstellen, beispielsweise die Emissionswerte von Kraftfahrzeugen in der EU aufgeschlüsselt nach Jahr, Kraftstoffart und EU-Land oder die Umsatzzahlen Ihrer Filialen einzeln, kumuliert und nach Monat, Quartal und Jahr. Vielleicht steht die Darstellung der zeitlichen Veränderung der Daten im Fokus. Oder ist es interessant für Sie zu wissen, in welchem prozentualen Verhältnis sich Ihre Daten zueinander befinden?

Bei der Auswahl des passenden Diagrammtyps können Ihnen die Antworten auf die folgenden beiden Fragen helfen:

  •  Welche Eigenschaften haben meine Daten?
  • Welche Erkenntnis möchte ich darstellen?

Sobald Sie Ihr Darstellungsziel vor Augen haben, können Sie mit der Auswahl des Diagrammtyps beginnen: Cadenza hält unterschiedliche Diagrammtypen für Sie bereit. Die am häufigsten eingesetzten stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Mit Liniendiagrammen zeitliche Entwicklungen darstellen

Gruppiertes Liniendiagramm

Abb. 1: Gruppiertes Liniendiagramm

Liniendiagramme eignen sich insbesondere zur Visualisierung von gemessenen Daten im zeitlichen Verlauf. Fragestellungen lassen sich beantworten wie beispielsweise „Wie haben sich die Emissionswerte im Beobachtungszeitraum verändert?“ oder auch „Kann man einen bestimmten Zeitpunkt als Beginn einer Entwicklung identifizieren?“. Liniendiagramme können dabei mehrere Merkmale gleichzeitig abbilden, so dass man neben dem zeitlichen Verlauf auch gleichzeitig die Höhe der verschiedenen Werte direkt miteinander vergleichen kann (gruppiertes Liniendiagramm, Abb. 1).

Einfach, gestapelt oder in 100%-Relation: Säulendiagramme sind wandelbar

Säulendiagramm mit gestapelten Werten

Abb. 2: Gestapeltes Säulendiagramm

Wie bereits das Liniendiagramm stellt auch das Säulendiagramm absolute Werte dar. Es eignet sich ebenfalls zur Darstellung von Werten im Zeitverlauf. Cadenza bietet einige Variationsmöglichkeiten in der Darstellung des Säulendiagramms: zum einen als einfaches Diagramm, bei dem nur ein Merkmal auf der X-Achse abgebildet wird, zum anderen als gruppiertes Säulendiagramm, bei dem zwei oder mehrere Merkmale einbezogen und die Säulen entsprechend nebeneinander abgebildet werden. Somit ist ein unmittelbarer Vergleich über die Höhe der Säulen möglich. Als gestapeltes Säulendiagramm (Abb. 2) tragen die Säulen die Werte übereinander als Abschnitte ab und stellen diese – wenn gewünscht – auch in 100 %-Relation dar.

Horizontale Darstellung mit dem Balkendiagramm

Zu 100 % gestapeltes Balkendiagramm

Abb. 3: 100 % gestapeltes Balkendiagramm

Balkendiagramme bilden das untersuchte Merkmal auf der Y-Achse und den Merkmalswert auf der X-Achse ab. Entsprechend bildet sich ein Balken entlang der X-Achse. Stellen Sie mehrere Merkmale nebeneinander auf der Y-Achse dar, können Sie die Länge der Balken direkt miteinander vergleichen. Auch die Balkendiagramme sind als einfache, gruppierte, gestapelte und auf 100 % gestapelte Balkendiagramme (Abb. 3) visualisierbar.

Immer 100 Prozent: Mit Kreisdiagrammen Verhältnisse darstellen

Kreisdiagramm mit prozentualen Angaben

Abb. 4: Kreisdiagramm mit prozentualen Angaben

Die Visualisierung als Kreisdiagramm (Abb. 4) sollten Sie dann in Betracht ziehen, wenn Sie prozentuale Anteile eines Merkmals bzw. Proportionen eines einzelnen Faktors oder Bereichs an der Gesamtheit darstellen möchten. Die unterschiedlichen Farben der Kreissegmente unterstützen Sie dabei, die einzelnen Segmente gut voneinander zu unterscheiden. So lassen sich beispielsweise der Anteil eines bestimmten Produkts am Gesamtumsatz eines Unternehmens oder der Bestand einer bestimmten Tierart innerhalb einer Gattung in einem Bundesland sehr gut als Kreisdiagramm angeben. Kreisdiagramme können auch ringförmig dargestellt werden. In diesem Fall sind die Segmente des Rings prozentual aufgeteilt und zusätzlich wird der Gesamtwert im Inneren des Kreises anzeigt.

Freie Programmiersprache R öffnet weites Feld an Diagrammdarstellungen

Diagrammvisualisierung mit Cadenza und R

Abb. 5: Diagrammvisualisierung mit Cadenza und R

Über die vorgestellten Diagrammtypen hinaus, gibt es noch viele weitere Visualisierungsmöglichkeiten wie beispielsweise Radar-, Treppen- oder Box-Whisker-Diagramme, welche die absoluten oder prozentualen Werte, Mittelwerte, den Median oder die Verteilung innerhalb der Grundmenge abbilden. Die Cadenza-Schnittstelle zur freien Programmiersprache R, die für statistische Berechnungen und Visualisierungen eingesetzt wird, eröffnet das komplette Spektrum.

Die Symbiose aus Diagramm und Karte

Kartendiagramm mit einzelnen eingefügten Diagrammen

Abb. 6: Verortete Diagramme in der Kartenansicht

Eine Besonderheit stellen Kreisdiagramme in der Kartenansicht dar. Sie bilden ebenfalls Werte, Anteile oder Verhältnisse ab, wenn die zugrunde liegende Datenmenge eine geografische Koordinate bzw. einen geografischen Bezug (beispielsweise Länder/Regionen, Bundesländer, Verwaltungsbezirke oder Postleitzahlen) beinhaltet. Bei der Verwendung von Diagrammen in der Karte werden nicht alle Werte in einem einzigen Diagramm visualisiert, sondern die Datenauswertung ist auf mehrere Diagramme aufgeteilt, z. B. auf mehrere Kreisdiagramme (Abb. 6). Das heißt, jedes Objekt in der Karte hat sein eigenes Diagramm, in dem nur seine Werte dargestellt sind. Diese einzelnen Diagramme werden innerhalb der Karte jeweils am zugehörigen Ort (Georeferenzpunkt) eingefügt.

Mehr zu Kreisdiagrammen in Karten erfahren Sie im Tipps&Tricks-Beitrag.

Cadenza bietet in der Webversion für die am häufigsten verwendeten Diagrammtypen die dynamische Diagrammdarstellung. Diese Web-Diagramme sind interaktiv, das heißt, sie sind kein statisches Bild, sondern zeigen u. a. den zugehörigen Wert an, wenn der Benutzer die Maus beispielsweise über das Liniendiagramm bewegt.