Behind the Scenes: So nutzen wir bei Disy KI im Arbeitsalltag

Wie man KI im Arbeitsalltag datenschutzkonform nutzen kann, zeigen wir an unserem Setup: eigene Plattform, strikte Informationsklassen und feste Regeln – so bleibt alles sicher.

Teaserbild: Behind the Scenes: So nutzen wir bei Disy KI

KI verändert gerade an vielen Stellen die Arbeitswelt. Nicht nur unsere Kunden beschäftigen sich zunehmend mit der Frage nach sinnvoller KI-Nutzung. Auch intern gehört KI bei uns längst zum Arbeitsalltag. Hier geben wir mal einen Einblick, wie wir die interne Nutzung geregelt haben. Spoiler: datenschutzkonform und mit festen Guidelines.

Von Hype bis Panikmache ist im öffentlichen Diskurs um KI alles vertreten – vor allem ganz viel Plan- und Ratlosigkeit. Für uns war schnell klar, dass wir schnell einen guten Plan brauchen. Wie können wir einerseits von der Effizienz von KI als Tool profitieren, gleichzeitig aber sichere und datenschutzkonforme Nutzung gewährleisten?

Uns war wichtig, weder die Kontrolle über unsere Daten noch die menschliche Entscheidungsgewalt abzugeben. Letzteres ist vor allem eine Frage des bedachten Umgangs und der Handlungsprinzipien, doch die Datensicherheit ist ein Problem, das auch eine technologische Lösung braucht.

Sicherheit ist kein Zufall, sondern System

Wie also können wir verantwortungsvollen Umgang mit teilweise sensiblen Daten gewährleisten, ohne gleichzeitig auf KI-Einsatz verzichten zu müssen? Um das strukturiert zu lösen, gab es nur einen Weg: Wir haben eine eigene KI-Plattform mit OpenWebUI aufgebaut, die auf unseren eigenen Servern gehostet ist und innerhalb derer für verschiedene Anwendungsfälle die jeweils passenden Modelle verfügbar sind. 

Ein zentraler Punkt bei unserem Ansatz sind die sogenannten Informationsklassen. Wir unterscheiden strikt, welche Daten in welche KI fließen dürfen (und welche nicht). Öffentliche Infos sind unproblematisch, aber die Arbeit mit internen Dokumenten oder Code unterliegt Einschränkungen bezüglich der Modellwahl. Für vertrauliche Daten oder personenbezogene Infos kommen ausschließlich lokale Modelle zum Einsatz. Und ja, es gibt auch Daten, die in keiner KI etwas zu suchen haben – auch das ist explizit geregelt.

Was genau für welchen Zweck genutzt werden darf und nach welchen Grundprinzipien KI zum Einsatz kommen darf, ist in einer internen Handreichung und einem ausführlichen KI-Handbuch festgehalten. 

KI als Co-Pilot, nicht als Kapitän – und mit klaren Grenzen

Einen wichtigen Grundsatz leben wir im Arbeitsalltag alle, und zwar noch bevor wir überhaupt über die Wahl der Modelle reden: KI ersetzt keine menschliche Entscheidung. Egal ob es um Code-Reviews, technische Analysen oder Texte geht – die fachliche Prüfung und die Verantwortung liegen immer bei uns Menschen. KI ist ein unterstützendes Werkzeug, kein Ersatz für Expertise.
Es gibt zudem Bereiche, in denen KI bei uns bewusst keinen Platz hat. Insbesondere im Recruiting und im Beschäftigungskontext setzen wir klare Grenzen. Wir glauben an echte Interaktion und menschliche Einschätzung, wenn es um Menschen geht, und verzichten an der Stelle bewusst auf KI. 

Ja, wir probieren Neues aus, wir optimieren unsere Prozesse, und wir nutzen die Power von KI. Aber wir tun es mit einem klaren Framework im Rücken und geben allen Kolleg:innen die Tools und Infos mit, die sie brauchen. Für uns ist das die einzige Art, wie man Innovation, Datensicherheit und Professionalität zusammenbringt.

Den Aufbau der Plattform maßgeblich gesteuert hat übrigens unser Kollege Johannes Kutterer, dessen Werdegang bei uns wir in einem anderen Beitrag vorgestellt haben. Er und sein Team entwickeln sowohl die Plattform als auch die Dokumentation und Handreichungen dazu auch jetzt ständig weiter und coachen Teams beim optimalen Einsatz von KI im Alltag.