Kommunale Klimaanpassung messbar machen: Disy im Forschungsprojekt IndiKlimA

Symbolbild Klimawandel Starkregen

Hitzeperioden, Starkregen und Überflutungen stellen Kommunen vor wachsende Herausforderungen. Viele setzen deshalb bereits Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel um. Doch wie lässt sich feststellen, ob sie tatsächlich wirken? Hier setzt das Anfang 2026 gestartete Forschungsprojekt IndiKlimA (Indikatorenbasiertes Klimaanpassungsmonitoring) auf regionaler und kommunaler Ebene an. Ziel ist es, einheitliche Indikatoren und ein Monitoringinstrument zu entwickeln, mit denen Kommunen die Wirkung ihrer Klimaanpassungsmaßnahmen systematisch bewerten und Fortschritte langfristig verfolgen können. Disy bringt dafür seine Expertise im Datenmanagement und die Datennalyseplattform disy Cadenza ein.

Klimaanpassung: Von Maßnahmen zu messbaren Ergebnissen

Bisher erfassen Kommunen häufig vor allem, welche Klimaanpassungsmaßnahmen umgesetzt wurden. Ob diese auch die gewünschte Wirkung erzielen, ist dagegen deutlich schwieriger zu beurteilen.

IndiKlimA will das ändern. Im Projekt werden Indikatoren entwickelt, die sowohl die Folgen des Klimawandels als auch die Wirksamkeit kommunaler Anpassungsmaßnahmen abbilden. Dafür müssen unterschiedliche Datenquellen zusammengeführt und so aufbereitet werden, dass aussagekräftige und vergleichbare Ergebnisse entstehen.

Das Projekt verfolgt dabei zwei Ziele: die Entwicklung eines fachlichen Monitoringkonzepts und die Entwicklung eines technischen Werkzeugs, das die Ergebnisse dann für die kommunale Praxis nutzbar macht.

IndiKlimA auf einen Blick

  • Projektname: IndiKlimA – Indikatorenbasiertes Klimaanpassungsmonitoring auf regionaler und kommunaler Ebene
  • Projektlaufzeit: 2026 -2028 
  • Projektziel: Entwicklung eines standardisierten, praxisnahen Monitorings, mit dem Kommunen die Auswirkungen des Klimawandels und die Wirksamkeit ihrer Anpassungsmaßnahmen systematisch bewerten können.
  • Zentrale Ergebnisse: Ein digitales Monitoring-Tool zur Analyse und Visualisierung von Klimadaten sowie ein methodisches Monitoring-Konzept mit einheitlichen Bewertungsindikatoren.
  • Modellregion: Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal sowie Kreis Mettmann. Anschließend ist eine Übertragung auf die 53 Mitgliedskommunen des Regionalverbands Ruhr geplant.
  • Projektkonsortium:
    • Forschungsinstitut für Wasserwirtschaft und Klimazukunft an der RWTH Aachen (FiW) e. V. (Projektkoordination)
    • Regionalverband Ruhr (RVR)
    • Kreis Mettmann
    • Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal
    • Disy Informationssysteme GmbH
  • Förderung: EFRE/JTF-Programm NRW 2021–2027, kofinanziert durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen.

Klimaanpassungs-Monitoring mit disy Cadenza

Disy übernimmt im Projekt eine zentrale Rolle bei der technischen Umsetzung des Monitorings. Mit disy Cadenza sollen die entwickelten Indikatoren zusammengeführt, analysiert und anschaulich visualisiert werden.

Interaktive Dashboards und Karten ermöglichen es beispielsweise, klimatische Entwicklungen über längere Zeiträume zu verfolgen, regionale Unterschiede sichtbar zu machen und Zusammenhänge zwischen Klimafolgen und Anpassungsmaßnahmen zu untersuchen.

So bekommen Fachverwaltungen und politische Entscheidungsträger:innen eine fundierte Datengrundlage, um den Fortschritt ihrer Klimaanpassungsstrategien zu bewerten und zukünftige Maßnahmen gezielter zu planen.

Von der Modellregion in die kommunale Praxis

Entwickelt und erprobt wird der Monitoringansatz zunächst in einer Modellregion mit den Städten Remscheid, Solingen und Wuppertal sowie dem Kreis Mettmann. Anschließend sollen die Ergebnisse auf die 53 Mitgliedskommunen des Regionalverbands Ruhr übertragen werden.

Wie sich das geplante Monitoring möglichst praxisnah gestalten lässt, diskutierten die Projektpartner Anfang Oktober bei einem gemeinsamen Workshop am Disy-Standort in Karlsruhe. Neben der Weiterentwicklung des Indikatorensets standen insbesondere die Anforderungen unterschiedlicher Nutzergruppen an das technische Werkzeug im Mittelpunkt. Ein Gastvortrag der Stadt Karlsruhe verdeutlichte zudem, wie wichtig die Nutzung vorhandener Daten ist, damit Kommunen ein solches Monitoring langfristig mit vertretbarem Aufwand betreiben können. Die Ergebnisse fließen in die weitere fachliche und technische Entwicklung ein.

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