Sechs Prinzipien fürs Dashboard-Design: So erstellen Sie verständliche Dashboards
Wie eine klare Informationsstruktur, passende Visualisierungen und gezielte Interaktion dazu beitragen, dass Dashboards Orientierung schaffen und datenbasierte Entscheidungen unterstützen
Dashboards sollen Daten schnell verständlich machen. Sie zeigen wichtige Kennzahlen, machen Entwicklungen sichtbar und helfen dabei, Zusammenhänge zu erkennen. Doch ein Dashboard ist nicht automatisch hilfreich, nur weil es viele Informationen enthält oder modern gestaltet ist.
Entscheidend ist, dass Anwendende relevante Informationen schnell finden und richtig einordnen können. In der Praxis gilt es, die für die jeweilige Zielgruppe relevanten Inhalte auszuwählen, passende Darstellungen zu finden und Übersicht, Detailtiefe sowie Interaktivität sinnvoll miteinander zu verbinden.
Gutes Dashboard-Design beginnt deshalb nicht mit der Auswahl einzelner Diagramme. Zunächst geht es darum, die Bedürfnisse der Anwendenden zu verstehen, Informationen zu priorisieren und eine nachvollziehbare Struktur zu schaffen. Die folgenden sechs Prinzipien geben eine erste Orientierung für die Gestaltung von Dashboards, die verständlich sind und fundierte Entscheidungen unterstützen.
Zielgruppe, Zweck und Nutzung klären
Ein Dashboard sollte auf die Bedürfnisse seiner Anwendenden zugeschnitten sein. Klären Sie daher zunächst, wer das Dashboard nutzt, welche Fragen es beantworten soll und welche Entscheidungen es unterstützen kann. Auch der gewünschte Detailgrad hängt von der Nutzung ab: Während ein schneller Überblick für manche Anwendende ausreicht, benötigen andere Möglichkeiten für eine vertiefte Analyse.
Ein Führungs-Dashboard und ein Analyse-Dashboard können dasselbe Thema behandeln, aber unterschiedliche Informationen in den Mittelpunkt stellen, bzw. diese in unterschiedlicher Detailtiefe darstellen. Entscheidend ist der jeweilige Nutzungsbedarf.
Klarheit, Priorisierung und Übersicht schaffen
Ein Dashboard muss nicht alle verfügbaren Daten auf einmal zeigen. Konzentrieren Sie sich auf die Informationen und Kennzahlen, die für die jeweilige Aufgabe wirklich relevant sind. Eine klare Struktur und eine nachvollziehbare Informationshierarchie helfen dabei, wichtige Aussagen schnell zu erfassen. Ergänzende Details können bei Bedarf auf weiteren Ebenen bereitgestellt werden.
Eine logische Struktur und ein klarer Lesefluss erleichtern die Orientierung. Weniger und gezielt angeordnete Elemente können dabei mehr Erkenntnisse ermöglichen.
Visualisierungen passend auswählen
Die Darstellung sollte zur jeweiligen Aussage passen und die Interpretation der Daten unterstützen. Welche Visualisierung sich eignet, hängt unter anderem davon ab, ob Entwicklungen, Vergleiche oder Zusammenhänge im Mittelpunkt stehen. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Darstellungsformen einzusetzen, sondern einen echten Mehrwert für die Anwendenden zu schaffen. disy Cadenza schlägt bei der Dashboard-Erstellung immer automatisch die passende Visualisierung vor.
Die zentrale Frage lautet nicht: Welche Visualisierung sieht ansprechend aus? Sondern: Welche Darstellung macht die Aussage am verständlichsten?
Gestaltung konsistent halten
Eine einheitliche Gestaltung erleichtert die Orientierung und schafft Vertrautheit. Farben, Schriftarten, Symbole, Begriffe und Darstellungslogiken sollten deshalb bewusst und konsistent eingesetzt werden. So können Anwendende wiederkehrende Elemente schneller erkennen und Informationen leichter einordnen.
Gezielt eingesetzt, können Farben Inhalte strukturieren, Entwicklungen hervorheben oder Zustände kennzeichnen.
Interaktivität gezielt einsetzen
Filter, Drill-throughs und andere interaktive Funktionen können die Analyse sinnvoll unterstützen. Sie sollten jedoch immer einen konkreten Zweck erfüllen und Anwendenden bei ihrer jeweiligen Fragestellung einen Mehrwert bieten. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Funktionen, sondern ihr Nutzen und ihre einfache Verständlichkeit.
Kontext sichtbar machen
Kennzahlen und Visualisierungen sind häufig viel leichter verständlich, wenn zusätzliche Informationen verfügbar sind. Hinweise zu Zeiträumen, Einheiten, Definitionen oder Datenaktualität helfen dabei, Ergebnisse richtig einzuordnen. Der notwendige Kontext sollte leicht zugänglich sein, ohne die Übersichtlichkeit des Dashboards zu beeinträchtigen. Dennoch ist es wichtig, nur so viel Kontext wie nötig zu geben.
Die entscheidende Frage lautet: Können Anwendende nachvollziehen, was eine Kennzahl bedeutet und wie sie zu bewerten ist?
Verständliche Dashboards unterstützen bessere Entscheidungen
Gutes Dashboard-Design bedeutet nicht, möglichst viele Informationen und Funktionen auf einer Oberfläche unterzubringen. Ein gutes Dashboard zeigt die richtigen Informationen für die richtige Zielgruppe, schafft Orientierung und macht relevante Zusammenhänge sichtbar. So können Anwendende basierend auf einer nachvollziehbaren Datengrundlage handeln.
Die sechs Prinzipien geben eine erste Orientierung für die Gestaltung verständlicher und nutzenorientierter Dashboards. Weitere Hinweise, praktische Beispiele und Empfehlungen für die Planung und Gestaltung finden Sie in unserem Dashboard Best Practice Guide.