Datenkultur als Teil der modernen Organisationskultur
Wie Organisationen von einer datenorientierten Kultur profitieren
Die Digitalisierung verändert, wie Organisationen arbeiten, Entscheidungen treffen und sich weiterentwickeln – und sie produziert Datenmengen. Doch Daten allein bringen noch keinen Erfolg. Erst wenn Menschen verstehen, wie sie Daten sinnvoll einsetzen, entstehen Potenziale und echter Mehrwert. Dafür braucht es Abläufe, Werte und Verhaltensweisen – kurz: eine Datenkultur. Und die lebt jede Organisation – bewusst oder unbewusst.
Ob bewusst oder unbewusst: Jede Organisation hat eine Datenkultur, die aus unterschiedlichen Einflussfaktoren, wie etwa der Organisationsstruktur, gewünschtem oder unerwünschtem Umgang mit Daten oder dem Kommunikationsverhalten und der Entscheidungsfindung der Führungskräfte entsteht. Der Mehrwert im Umgang mit Daten entsteht erst dann, wenn Menschen verstehen, wie und für was sie Daten sinnvoll nutzen und einsetzen können. Dann entstehen Potenziale für fundierte Entscheidungen, effizientere Abläufe und echte digitale Transformation.
Was bedeutet Datenkultur ganz konkret?
Datenkultur ist ein Teil der Organisationskultur und beschreibt die gemeinsamen Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen im Umgang mit Daten. Sie entsteht aus vielen Einflussfaktoren – etwa der Organisationsstruktur, den etablierten Arbeitsweisen, dem Kommunikationsverhalten und der Art, wie Führungskräfte Entscheidungen treffen. Im Kern geht es darum, wie Daten geteilt, analysiert und genutzt werden. Die Überzeugung, dass vorrangig IT-Abteilungen und spezialisierte Analysten mit Daten arbeiten, weicht heutzutage immer mehr dem wachsenden Bewusstsein einer Datenkultur mit organisationsweiter Datennutzung - datenbasierte Arbeit erlangt nicht zuletzt durch Konzepte wie dem Self-Service größere Bedeutung. Eine starke Datenkultur zeichnet sich durch Offenheit, Transparenz und Lernbereitschaft aus. Sie schafft den Rahmen, um Daten zuverlässig und verantwortungsvoll einzusetzen – und bildet damit die Grundlage für eine moderne, datenorientierte Arbeitsweise.
Im Video erläutert Ihnen Sandra Schrauth, Chief Consultant & Stellv. Leitung Beratung & Lösungsentwicklung bei Disy, warum Datenkultur die Basis für moderne Organisationen und wirksame Entscheidungen ist.
Die Rolle der Datenkultur in modernen Organisationen
Datenkultur ist das verbindende Element zwischen Strategie, Technologie und Menschen. Sie sorgt dafür, dass Daten nicht nur gesammelt, sondern verstanden und verantwortungsvoll genutzt werden – als Grundlage für fundierte Entscheidungen. In einer datengestützten Organisation prägt sie die Zusammenarbeit, schafft Vertrauen in den Wert von Daten und ermöglicht Wissensaustausch über Abteilungsgrenzen hinweg.
Besonders in der öffentlichen Verwaltung zeigt sich ihre Bedeutung als Schlüsselfaktor für Leistungsfähigkeit, Transparenz und Bürgernähe. Damit Daten im Alltag tatsächlich wirken, braucht es eine gelebte Kultur: klare Strukturen, sichtbare Leuchtturmprojekte und ein kontinuierliches Engagement der Führungsebene. Ist diese Kultur etabliert und ihre Vorteile spürbar, entstehen reibungslose Prozesse, erfolgreiche Projekte und eine Organisation, die ihr Potenzial aus Daten voll ausschöpft.
Ziele und Effekte einer starken Datenkultur
Eine gute Datenkultur hat das Ziel, Daten als selbstverständlichen Bestandteil von Entscheidungen und Prozessen zu verankern. Dabei geht es nicht darum, Entscheidungen ausschließlich datengetrieben zu treffen, sondern die Qualität von Entscheidungen zu erhöhen – indem belastbare Informationen eine größere Rolle spielen. Die Effekte einer starken Datenkultur zeigen sich auf mehreren Ebenen:
- Bessere Entscheidungen durch verlässliche, gut aufbereitete Informationen.
- Effizientere Prozesse, weil Arbeitsabläufe datenbasiert optimiert werden können.
- Empowerment aller Mitarbeitenden, da Daten für alle zugänglich und im passenden Detailgrad nutzbar sind.
- Stärkung der Organisation, da eine moderne, datenunterstützte Arbeitsweise Innovationskraft und Attraktivität steigert.
So trägt eine ausgeprägte Datenkultur wesentlich dazu bei, das Potenzial einer Organisation voll auszuschöpfen.
Datenkultur News
Zur NewsübersichtHerausforderungen beim Aufbau einer nachhaltigen Datenkultur
Viele Organisationen haben bereits in Infrastruktur und Datenmanagement investiert – und dennoch bleibt der Weg zu einer wirksamen datengestützten Arbeitsweise oft weit. Der Grund: Der Aufbau einer nachhaltigen Datenkultur ist komplex und umfasst weit mehr als Technologie. Ein zentrales Hindernis besteht darin, dass Daten noch immer primär als Aufgabe der IT oder von Analysten verstanden werden. Solange Daten als Nebenprodukt von Prozessen statt als strategischer Wert betrachtet werden, bleibt ihr Potenzial ungenutzt. Eine tragfähige Datenkultur verlangt jedoch, technische, fachliche und organisatorische Voraussetzungen zu schaffen, die es allen Mitarbeitenden ermöglichen, mit Business und Location Intelligence echte Erkenntnisse zu gewinnen und diese in Entscheidungen zu überführen.
Weitere Herausforderungen ergeben sich durch Datensilos. Zwar liegen Daten häufig vor, doch technische Barrieren, organisatorische Zuständigkeiten oder restriktive Zugriffe verhindern, dass sie gemeinsam genutzt werden können. Eine nachhaltige Datenkultur baut diese Silos ab und fördert die Demokratisierung des Datenzugriffs. Dabei ist die Qualität der Daten ebenso entscheidend wie deren Verfügbarkeit: Jede Organisation muss definieren, auf welchem Datenfundament sie arbeitet und wie dieses dauerhaft gesichert wird. Gleichzeitig ist eine sinnvolle Balance zwischen Data Governance und Nutzbarkeit notwendig – denn übervorsichtiger Datenschutz oder eine Kultur der Angst vor Fehlern kann Innovation massiv bremsen.
Der Aufbau einer Datenkultur ist daher kein reines IT-Projekt, sondern ein Veränderungsprozess, in dem harte und weiche Faktoren ineinandergreifen:
Harte Faktoren
- Datenschutz & Sicherheit:
Vertrauen schaffen, Compliance einhalten und dennoch nicht Innovation blockieren. - Prozesse & Zuständigkeiten:
Klare Rollen im Datenmanagement, definierte Verantwortlichkeiten und tragfähige interne Abläufe. - Technische Infrastruktur:
Systeme, Schnittstellen und Plattformen, die Daten nutzbar machen – nicht nur sammelbar.
Weiche Faktoren
- Haltung & Mindset:
Die Bereitschaft, Daten als strategischen Wert zu begreifen und Entscheidungen auf einer gemeinsamen Faktenbasis zu treffen. - Kommunikation & Transparenz:
Mitarbeitende informieren, einbinden und Orientierung geben. - Kompetenzen & Akzeptanz:
Fähigkeiten aufbauen, Ängste abbauen und Menschen auf dem Weg zur datengestützten Arbeitsweise mitnehmen.
Nur wenn diese Faktoren zusammenspielen, kann eine Organisation eine Datenkultur entwickeln, die nicht nur technisch funktioniert, sondern auch im Alltag gelebt wird.
DatenKULTur fängt im Kopf an – das KULT-Framework von Disy
Eine nachhaltige Datenkultur entsteht nicht zufällig - sie lässt sich gestalten. Mit dem KULT-Framework weisen wir Organisationen einen Weg, ihren Status Quo zu erheben, einen eigenen Ansatz zu entwickeln und damit den strategischen Rahmen für den Aufbau einer datenbasierten Organisationskultur zu schaffen. Das Framework verbindet strategische Leitlinien mit praxisnahen Methoden. Es hilft, Kompetenzen aufzubauen, Verantwortung zu klären und datenbasiertes Arbeiten in die tägliche Praxis zu integrieren.
Die Abkürzung KULT steht dabei für die Begriffe Kompetenz, Umsetzung, Leadership und Transparenz – die vier zentralen Entwicklungsfelder, die eine Organisation befähigen, datenbewusst zu handeln.
Kompetenz entwickeln:
Wir stärken gezielt die Daten- und Toolkompetenz unserer Kunden und unterstützen sie dabei, ihre Datenpotenziale eigenständig zu nutzen.
Umsetzung ermöglichen:
Wir begleiten unsere Kunden dabei, Strategien in den Arbeitsalltag zu integrieren und Projekte eigenständig erfolgreich umzusetzen.
Leadership stärken:
Wir zeigen, wie Menschen durch ihr Handeln mit Daten Orientierung geben: indem sie Entscheidungen anhand von Daten nachvollziehbar machen, Verantwortung klar benennen und andere zum Mitmachen befähigen.
Transparenz schaffen:
Wir unterstützen dabei, Offenheit, klare Regeln und nachvollziehbare Strukturen aufzubauen – als Grundlage für Vertrauen, Verständlichkeit und Anschlussfähigkeit. Unsere Unterstützung knüpft unmittelbar an die individuelle Ausgangssituation jeder Organisation an. Gestartet mit einer klaren Vision werden erste Wirkungen Schritt für Schritt sichtbar – hin zu einer nachhaltigen Datenkultur. Gemeinsam entsteht so eine starke Verbindung aus Haltung und Handlung, Bewusstsein und Anwendung, Strategie und Technologie.
Das KULT-Framework ist das Ergebnis aus mehr als 25 Jahren Projekterfahrung und vereint Best Practices aus hunderten erfolgreichen Einsätzen in Organisationen. Ein zentrales Werkzeug, das diesen Ansatz optimal ergänzt, ist die Business & Location Intelligence Plattform disy Cadenza. Als zentrale Datenplattform stellt sie allen Anwender:innen genau die Daten bereit, die sie für Analysen und Berichtswesen benötigen – sowohl im täglichen Arbeiten als auch für strategische Entscheidungen. So entsteht eine verlässliche Grundlage für datengestützte Entscheidungen und damit die beste Basis für eine nachhaltig gelebte Datenkultur.
Der nächste Schritt zu Ihrer nachhaltigen Datenkultur
Disy begleitet Organisationen auf ihrem Weg zu einer gelebten Datenkultur – mit Erfahrung, Struktur und Begeisterung für Daten. Sie möchten den ersten Schritt gehen oder erfahren, wie das KULT-Framework und disy Cadenza Ihre Organisation unterstützen können? Entdecken Sie unsere Materialien und kommen Sie mit uns ins Gespräch.
Erste Schritte hin zur nachhaltigen Datenkultur